Baseler Schwimmblasen

12. Juli 2013

Von zweckenftremdeten Packsäcken am baseler Rheinufer und spontanen Übernachtungsgelegenheiten 90 km vom nächsten Campingplatz entfernt.

Rheinufer BaselZum Rheinufer in Basel Folgendes: Es ist schön. In einer gewissen Weise erinnert es an Würzburg, wo es auch sehr schön ist. Einziger Unterschied: Die Preise und die komischen Schwimmsäcke mit denen die Leute im Wasser rum plantschen – Im entferntesten auch bekannt als Packsäcke (z.B. für Kajaktouren). Im Gegensatz zu jenen sind die Schwimmblasen jedoch nur halb so stabil und können deshalb massentauglich maßgeschneidert für die Baseler Rheinhocker an den Mann gebracht werden. Ich selbst schlepp auch so was mit mir rum. – Sprich, wöllte ich ein Zelt mit Isomatte und Schlafsack trocken durch die Mitte des baseler Rheins befördern, ich wäre gut ausgerüstet. Aber das wirklich lustige daran ist, dass sich die Leute teilweise ein paar Kilometer stromaufwärts mit ihren Säcken ins Wasser plumpsen lassen, nur um ein paar Kilometer stromabwärts (dort, wo das Bier besonders teuer ist) wieder an Land zu kommen. Aber wegen mir. Wenigstens gibst da nen Grill umsonst. – Man muss allerdings nicht schlecht anstehen, ehe man an die Reihe kommt. Ansonsten Top. –
Leute! Lasst euch das Schwimmen in den deutschen Flüssen nicht vermiesen! Einfach mit ner Schwimmblase reinspringen und den örtlichen Imbissständen verklickern, möglichst noch vor der nächsten Schleuse Bier zu verkaufen. In Basel findet all jenes übrigens nur flussaufwärts der Pharmaindustrie statt, flussabwärts müssten sonst die ganzen Jungs mit ihren neumodernen Undercut-Iro-Frisuren riskieren auch noch den Rest ihrer Haarpracht zu verlieren.

Basel by NightBasel by Night – Würde eigentlich reichen als Untertitel dieses schönen Bildes, wenn da nicht Silvio gewesen wäre, der mir netterweise auf dem anderen Ufer des Rheins eine Unterkunft gewährte. An dieser Stelle vielen Dank an Silvio! Bless! Er hat mich wohl dabei ertappt wie ich schwindenden Mutes an einer Ampel in mein Navi richtung Bienne blickte (was noch etwa 90 km entfernt lag – und das um halb 9 abends mit einem großen Berg in der Mitte, wohlgemerkt). Er lud mich deshalb netterweise in seine zur Zeit leere WG ein, worauf ich eine Ampel weiter auch dankend einwilligte. Die Party, die er mit nicht-ortsansässigen Mädels gen später vorhatte zu besuchen, versprach auch nicht gerade wenig. Leider ließ ich mich von meinem langen Tag hinreisen, ihn mit den Mädels von dannen ziehen und genehmigte mir einen eher gemütlichen Abend entlang des Rheinufers, ehe es mich entlang seiner Couch in die Waagrechte legte. War wohl besser so. Schließlich braucht man auch mal seine Ruhe. – An dieser Stelle sei nochmal all denjenigen gedankt, die mir auf meiner Reise offenen Herzens entgegentreten und mir mit dem nötigsten weiterhelfen. Danke an euch alle!

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