Flussleben

27. Juli 2013

FlusslebenTja, ich weiss jetzt gar nicht so richtig ob ich dieses Bild hier zeigen darf. Ich würde jedoch einfach mal behaupten, dass sich die pornografischen Inhalte doch sehr in Grenzen halten. Um die Blicke etwas abzulenken, verweis ich an dieser Stelle aber doch mal auf die Flussüberquerer etwas weiter links oben im Bild, die in typischer Flussüberquerer-Pose wahrscheinlich in etwa grade folgendes von sich geben: „Uiiii ui uiiii, blöder Stein! Uiii, nächstes Mal lass ich meine Schuhe an. Ui uiiii, hey schau mal, die neue Bademoden der Saison! Uiiii arrrgh, verflixter Stein, hätt ich doch nur besser aufgepasst wo ich hintrete.“

Hängematte im LochEs ist wirklich immer wieder interessant, was sich so mancher Campist einfallen lässt, obgleich des Mangels an Bäumen, doch noch einen netten Schlafplatz für sich in seiner Hängematte zu kreieren. Da werden wirklich keine Mühen gescheut.

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Buvette SauvageHier übrigens ein Bild der Bar von letzter Nacht, jener zwischen Festival- und Campinggelände. Wo sie allerdings abgeblieben ist, weiss wahrscheinlich nicht mal der Security, der scheinbar auch nach irgendetwas sucht. Gestern Nacht sah das jedenfalls alles noch ganz anders und obendrein viel gemütlicher aus.

FlusslebenIch glaube, dass Garance Reggae Festival ist das einzige Festival dem ich je begegnet bin, auf dem sich der Begriff Campingplatz locker auf die ganze nähere Umgebung am Flussufer ausweiten lässt. Von den Behörden scheint das bei der Menge an Menschen schlicht und ergreifend akzeptiert zu werden.

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Quechua WurfzelteDecathlon, so scheint es, ist inzwischen zum größten Festivalausstatter Europas geworden. Wurfzelte von Quechua soweit das Auge reicht. Und alle dazu noch schön bunt. Klar, auch wenn man mit ihnen auf dem Rücken aussieht wie eine Schildkröte und sie sich aufgrund ihrer Transportgröße nicht wirklich zum Verreisen eigenen, für den schnellen Zeltaufbau auf einem Festival sind sie perfekt. Der Trend scheint jedoch auch dahin zu gehen, die Dinger wirklich nur noch hinzuwerfen und mit keinerlei Heringen mehr am Boden zu fixieren. Als Ergebnis des so genannten „beschleunigten Zeltaufbaus“ kann man insbesondere bei Windböen immer wieder beobachten, wie sich das eine oder andere Quechua-Zelt über den Campingplatz die Böschung hinunter bewegt. In Zukunft wird also mehr und mehr auch der Satz: „Ich habe mein Zelt verloren. Bitte am Festivaleingang abgeben.“ die schwarzen Bretter an den Campingplatzzäunen säumen. Ganz fix waren da auch meine Nachbarn unterwegs, die ihr Zelt spät in der Nacht einfach nur noch hinwarfen und sich selbst gleich mit draufwarfen. Eine ganz neue Definition des Begriffs „Wurfzel“ also.

Flussufer CèzeHabt ihr noch das Bild mit den vielen Stühlen und Kühlschränken entlang eines Weges in Erinnerung. So sah es dort während der Festivaltage aus. Es dröhnten die Generatoren, dafür gabs gekühlten Rose und sonstiges Allerlei.

Hängematten-ReklameAuch nicht schlecht und mit wesentlich weniger Arbeitsaufwand verbunden: Die Hängematte unter der Werbetafel. – Ein bisschen Ironie schwingt da irgendwie auch mit.

Campingplatz Garance ReggaeJa ja, die Festivalnachbarn. Immer wieder schön wenn man mit seinem Zelt neben einer sympathischen Gruppe landet. Keinesfalls in Vergessenheit geraten werden auch die zahlreichen APEROOS, die man zusammen mit Gitarre, Kazoo, Harmonika und Daraboka genossen hat. Vielen Dank ihr tollen Nachbarn, von denen ich weder Adressen noch Telefonnummern hab, sonder allein das Versprechen, sich nächstes Jahr wieder zu sehn.

Lee Scratch PerryDer letzte Festivalabend gekrönt von einer Festivallegende – Mr. Lee Scratch Perry aka. Weihnachtsbaum höchstpersönlich in Combination mit seinem Sohn Omar Perry, der wirklich (wirklich!) gerockt hat.

Induhman at Legalshot SoundEin Bild von meinem lieblings Sound an diesem Abend. Zwischen all den Bühnen, Main Stage, Dubstation und Essensständen trifft man eigentlich bei fast jedem Festival auf die ganz kleinen Besonderheiten, die man ganz schnell in sein Herz schliesst. Beim Summerjam war es die „Easyman Rasta“ Soca-Station, beim Rototom eine Didgeridoo-Band deren Namen ich vergessen hab, beim Garance Reggae ein kleiner Plattenladen mit einem wirklich grossartigen DJ, der leider keinen seiner Mixe zum Verkauf anbot – aber viel besser, zum Download! Leute checkt aus: www.soundcloud.com/induhman !!! Dubsteppas-Roots vom Feinsten (oder wie man das auch immer nennt).

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