Laika & Blanco

4. September 2016

Hundekabarett auf höchstem Niveau

Die Zeit in der Villa Entspannia wäre nicht die selbe gewesen, wären da nicht Rojan’s tollpatschige Hunde Laika und Blanco gewesen. Keine Minute dauerte es, da hatte ich sie nach meiner Ankunft in mein Herz geschlossen. Ihrerseits kamen sie ein bisschen daher wie das Komikerduo Dick & Doof. Gäbe es ein Hundekabarett, sie wären die Stars des Abends.

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Laika und Blanco
Blanco liebt es zum Beispiel mit seinem wedelnden Schwanz einfach alles vom Tisch zu hauen, was nicht mit genügend Sicherheitsabstand in der Mitte platziert wurde. Kaum hatte es mal wieder einen Aschenbecher oder ein Glas erwischt, was dann in Scherben auf dem Boden lag, gab Laika ihren Senf dazu, als wolle sie eine kleine Pointe setzen, indem einen Stein eben mit dem Geräusch, den ein Stein so macht, wenn er auf den Boden fällt, daneben plumpsen lies.

Laika
Überhaupt waren Steine ihr unangefochtenes Lieblingsspielzeug. Die Nächte, die wir meist auf der Dachterrasse verbrachten, beendete sie morgens meist ebenfalls mit genau diesem Geräusch. Wenn man nicht reagierte, lies sie den Stein einfach immer ein bisschen näher auf den Boden fallen, bis er einem irgendwann direkt vor der Nase landete. Nun, so wusste man, war es Zeit aufzustehen. Man konnte das ganze Prozedere zwar ein bisschen hinauszögern, indem man den Stein möglichst weit weg (bestenfalls weitab vom Haus in einen Steilhang zur Bucht) warf, allerdings dauerte es keine Minute, dann hatte sie auch diesen wieder herangeschleppt. Das es immer genau derselbe Stein war, grenzte inmitten der Geröllhalde, die sich um das Haus herum auftat, wahrlich an einer Meisterleistung.

Laika
Als ich eines Abends meinen nicht ganz unpassenden Vergleich von Dick & Doof postulierte, bekam es Blanco wohl auf einem Ohr mit, spazierte sogleich auf meine Liege, wo ich mit Bedacht meine neuerworbene Kamera platziert hatte, die Liege kippte nach der Manier um, wie es sonst nur eine Bierbank zu tun pflegt, wenn alle Leute aufstehen und man selbst am äußersten Ende sitzen bleibt. Und schwupps, purzelte meine Kamera in hohem Bogen auf den Boden. – Das nur so als Beispiel.

Laika
Der Pool war ebenfalls beliebt, bei Menschen, wie auch bei Tieren. Auch wenn sich Laika meistens nicht so recht hinein traute, sollte ihr Lieblingsspielzeug mal wieder darin gelandet sein. (Von Zeit zu Zeit konnte das auch mal etwas anderes als ein Stein sein.) Manchmal schnappte sie aber mit derartig viel Elan danach, dass sie kurzerhand selbst im Wasser landete.

Laika
Es gäbe sicherlich noch abertausend andere Situationen, in denen sich die beiden als (manchmal nervtötende) Meister der Situationskomik bewährten. Aber diese kleine Anekdoten sollten hier als Beispiel genügen.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Laika, Blanco und natürlich auch Rojan für die wunderschöne Zeit in der Villa Entspannia bedanken. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell die Tage mit euch herumgingen, aber in meiner Erinnerung werden sie ewig bleiben.

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