Ankunft in Ste Marie la Mer

2. August 2013

Es wurde immer später, es wurde immer dunkler. Die Wasserreserven hatte ich inzwischen auf einem Campingplatz in Port la Nouvelle (einer recht unansehnlichen Hafenstadt kurz vor Leucate) aufgefüllt. Das war allerdings gar nicht so einfach. Denn zunächst wurde meine Frage nach Wasser von der Eingangspforten-Dame eines ansässigen Wohnmobilstellplatzes schlicht mit NEIN beantwortet. Na hör mal, ich frag ja nicht nach was zu Essen oder ein paar Orangen oder so, nur nach Wasser (!)… Wo sind wir denn hier??? – Nachdem das mit dem Wasser auffüllen dann doch irgendwann noch geklappt hatte, passierte ich Port Leucate und machte kurz darauf Halt um über dem Kanal zu den großen Salzseen von Leucate und Barcares, an dem sich die örtlichen Austernfischer mit ihren kleinen Restaurants angesiedelt haben, noch ein Foto zu schießen. – Mann, wie schön das ist, in dieser Gegend bin ich halb aufgewachsen.

Etang von BarcaresHach, der Sonnenuntergang über den Ausläufern der Pyrenäen Leider sieht man den Canigou, den höchsten Berg der Region auf dem Bild nicht. Dafür geht die Sonne dann doch etwas zu weit rechts unter.

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PinienhainDas ist genau der Konterpart zu den Nussbaumhainen des Isèretals, der mir so gefehlt hat: Pinienbäume „en masse“ entlang der Radwege zwischen dem Meer und den Salzseen bei Barcares. Wuhuhuuu, ich bin zu Hause!

Ste Marie la MerDie Ankunft in Ste Marie la Mer (ich hab aus versehen das katalanische Strassenschild fotografiert, so dass Alfred auch noch mit aufs Bild kommt). Als hätten’s die Leute geahnt, begegneten mir unterwegs wirklich ein zwei drei Mopedfahrer, die mir aufgrund meiner schwerlichen Erscheinung mit dem vielen Gepäck auf dem Rad, das Ziel mit viel Gehupe, Gejubel und hochgestreckten Armen einläuteten. Das freut.

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Strandpromenade von Ste Marie la MerDie letze Etappe vor Erreichen eines der Hauptziele, Ste Marie la Mer, befuhr ich natürlich mit der Unterstützung guter Musik. Da ich inzwischen jedoch davon absah, meine Kopfhörer aufzuziehen, um vom Straßenlärm auch noch etwas mitzukriegen, um wenn nötig darauf reagieren zu können, hatte ich meinen kleinen Lautsprecher aus Neuseeland am Lenker angebracht, der mich fortan (auch auf meinem weiteren Weg durch Spanien) mit Musik begleitete. Natürlich achtete ich besonders darauf, was für ein Lied bei meiner Einfahrt nach Ste Marie laufen würde und lustigerweise war es die Correlatorenhymne „Samidamena ey ey!“ von Zanga Leva, das Lied, das von Shakira anno 2010 zugunsten der WM einfach erklaut wurde. Und das ohne irgendwelche Urheberrechtshinweise! Keine 5 min später ging meiner Box der Saft aus.

Auf dem Bild sieht man übrigens meine Ankunft an der Strandpromenade von Ste Marie la Mer. Es folgten ein paar nostalgische Momente während denen ich mich mit meinem Rad zu dem Haus meiner Eltern durchkämpfte um dann mit viel Gehupe meine Ankunft einzuläuten. Die Überraschung war groß und zur Begrüßung gab es ein noch größeres kaltes Bier mit anschließendem Restaurantbesuch in der Tapasbar „L’Indalo“. Mega!

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