Camino del Norte: Asturias

Herbergs- und Campingführer für den Jakobsweg

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Serdio bis Ribadeo in 10 Etappen

Asturien, nicht selten auch das „grüne Spanien“ genannt, macht seinem Namen alle Ehre: Im Süden trumpft es majestätisch mit dem Kantabrischen Gebirge und entsprechenden Nationalparks, wie den Picos de Europa, auf. Im Norden findet sich in Asturien einer der schönsten Küstenstreifen Spaniens mit allerlei kleinen, verträumten Buchten und Sandstränden, die sich mit schroffen, jedoch sehr grünen, Felsküsten abwechseln.
 
Der Küstenweg verläuft genau zwischen diesen eindrucksvollen Naturformationen, weswegen er, meiner Meinung nach, hier ganz klar nochmal einen drauf setzt und man fast den Eindruck gewinnt: Schöner könne es nun wirklich nicht mehr werden.

Legende:

Herberge mit Campingmöglichkeit

Herberge ohne Campingmöglichkeit

Campingplatz

Camino del Norte: Asturias

Section 15: Serdio – Celoriu

Asturien weiß, wie man einen Pilger willkommen heißt und zeigt sich auf dem Streckenabschnitt um den Küstenort Llanes herum sogleich von einer seiner schönsten Seiten. Vor allem ein kleiner Abstecher (vom Weg etwa 100 m) auf den Aussichtspunkt des Monte da Tuerba lohnt, befindet man sich doch eh schon auf dem Berg. Von hier aus hat man eine hervorragende Aussicht auf die beiden idyllischen Buchten Playa de la Ballota und Playa de Andrin. Nicht selten kommt dabei der Wunsch auf einfach an Ort und Stelle zu bleiben und alles andere auf „mañana“ zu verschieben. – Aber auch am Zielort Celoriu hat man die Auswahl zwischen zwei wundervollen Stränden. Dem Badespaß am Ende des Tages steht also nichts im Weg.

Strecke: 40,9 km
Zeit: ca. 11h
Bergauf: 490 m
Bergab: 590 m

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Section 16: Celoriu – Playa de Vega

Asturien glänzt nicht nur durch seine Strände, sondern (wer hätte es gedacht) auch durch seine Berge. Bereits auf der letzten Etappe dürfte es jenen aufgefallen sein, die ihren Blick nicht ausschließlich den schönen Buchten gewidmet haben. Linkerhand des Weges türmen sich bereits seit einigen Kilometern die Gipfel der Picos de Europa auf, mit Sicherheit eine der eindrucksvollsten Bergregionen Spaniens. Der Jakobsweg selbst führt zwar nicht durch diesen wunderschönen Nationalpark, allerdings ist die Aussicht AUF die Berge nicht minder beeindruckend: Diese scheinen nicht selten direkt bis an die Küste vorzurücken und sehen mit ihren grün bewachsenen Hängen und kegelhaften Formen aus wie in einem Land vor unserer Zeit.

Strecke: 30,1 km
Zeit: ca. 8h10
Bergauf: 390 m
Bergab: 390 m

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Section 17: Playa de Vega – Sebrayu

Playa de Vega ist ein hervorragender Surfspot mit allem was dazu gehört. Wer also nicht bereits entschieden hat, noch einen Tag länger zu bleiben, der darf sich auf der folgenden Strecke eines weiteren Highlights erfreuen: Des Ausblicks auf den Pico Pienzu (sollte er denn gerade mal nicht in den Wolken hängen). Dieser Berg, der höchste in der Sierra del Sueve, ragt mit seinen 1161 Höhenmetern so nah an das Meer heran, wie es sonst nur selten ein Berg zu tun gedenkt. Gerade mal 5 km stehen zwischen seinem Gipfel und den Wogen des Atlantiks.

Strecke: 25,7 km
Zeit: ca. 7h
Bergauf: 430 m
Bergab: 420 m

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Section 18: Sebrayu – Gijón

Das Peregrin Cansau ist mein persönlicher, kleiner Höhepunkt auf der Etappe bis nach Gijón. Sollte die Pilgerherberge in Sebrayu am vorigen Tag überfüllt gewesen sein, so hat man diesem wundervollen Ort vielleicht schon eher einen Besuch abgestattet. Das Peregrin Cansau eignet sich sowohl hervorragend für die erste wie auch die letzte Mahlzeit des Tages, je nachdem wie lange man schlussendlich bleibt. Ich brach damals meine Etappe einfach ab und blieb bis zum nächsten Tag. Mehr muss man dazu eigentlich auch gar nicht schreiben.

Strecke: 28,4 km
Zeit: ca. 8h20
Bergauf: 780 m
Bergab: 710 m

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Section 19: Gijón – Piedrasblancas

Ich für meinen Teil, konnte Gijón anno 2016 nicht viel abgewinnen. Von der Strandpromenade vertrieb mich eine übermotivierte Pamela Anderson unter Androhung der Polizei. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs. Und außerhalb von Gijón begrüßte mich eine Industrieromantik, wie sie im Buche steht. Nett für ein Foto, aber mehr auch nicht.
Anmerkung des Autors: Dies ist eine subjektive Meinung, die auf einer zeitlich und örtlich begrenzten Erfahrung beruht. Ich bin mir sicher, dass Gijón eine tolle Stadt ist, wenn man ihr nur eine Chance gibt.

Strecke: 40,8 km
Zeit: ca. 11h
Bergauf: 450 m
Bergab: 500 m

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Section 20: Piedrasblancas – Cudillero

Cudillero ist ein kleiner verträumter Strandort, aufgebaut wie ein Amphitheater. Es lohnt sich auf einen Sprung oder auch für einen kompletten Abend vorbeizuschauen. In den Rängen des Theaters kann man hervorragend den kleinen Gassen folgen und dabei immer wieder neue Ausblicke erhaschen um im Anschluss an diese Darbietung in einem der kleinen Restaurants bei lokalem Fisch und Sidra seinen Tageshunger zu stillen.
Zur Info: Wer einen Ausflug nach Cudillero in Erwägung zieht, dem empfehle ich alternativ zum Camping Cudillero den Camping l’Amuravela. Dieser liegt näher am Ortskern, der für sich genommen eh schon weit genug weg ist.

Strecke: 22,5 km
Zeit: ca. 6h20
Bergauf: 470 m
Bergab: 390 m

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Section 21: Cudillero – Cadavedo

Die Strecke von Cudillero nach Cadavedo ist eine dieser Strecken, die sich unweigerlich in die Länge ziehen. Luftlinie gerade mal etwa 20 km voneinander entfernt, kommt die Gesamtstrecke auf fast das doppelte. Gedankt sei es den vielen Buchten und kleinen Tälern, die den Jakobsweg aus der Vogelperspektive wie eine verzerrte Sinuswelle aussehen lassen. Nun ja, so vermeidet man wenigstens ein paar extra Höhenmeter, ist das Höhenprofil doch auch so schon recht anspruchsvoll. Immerhin führt der Großteil der Strecke durch dichte Eukalyptuswälder und auch den einen oder anderen Blick auf den Atlantik wird man durch das dichte Geäst erhaschen können.

Strecke: 37,6 km
Zeit: ca. 10h30
Bergauf: 670 m
Bergab: 690 m

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Section 22: Cadavedo – Playa de Otur

Langsam aber sicher hat man nun die letzten Ausläufer der Picos de Europa hinter sich gelassen und das Land wird wieder flacher. Damit wird es zwar auch ein bisschen eintöniger, dies ist aber allemal relativ zu der restlichen Landschaft von Asturien zu sehen. Das etwas anspruchslosere Höhenprofil der nächsten Tage sollte man vielmehr genießen, denn alsbald geht es in die galizischen Berge. Was gibt es also schöneres, als sich am Ende des Tages nochmal an einem schönen Strand zu erfrischen. Wie schön, dass der Playa de Otur gerade mal einen kurzen Spaziergang entfernt ist.

Strecke: 25,4 km
Zeit: ca. 6h50
Bergauf: 360 m
Bergab: 340 m

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Section 23: Playa de Otur – La Caridad

Dies ist nun wirklich mal ein Teil des Nordweges, zu dem ich nichts besonderes hinzuzufügen hab. Man verzeihe es mir und freue sich auf Galizien.

Strecke: 22,8 km
Zeit: ca. 6h15
Bergauf: 350 m
Bergab: 400 m

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Section 24: La Caridad – Ribadeo

Nun ist es soweit: Die Grenze zu Galizien steht uns bevor. Gebildet wird sie, schöner wie es eigentlich nicht sein kann, durch die eindrucksvolle Ría de Ribadeo. All jene, die allerdings am Playa Penarronda die Nacht verbringen, müssen sich damit noch einen Tag gedulden. Denn leider sieht die Herbergen- und Campingsituation in Ribadeo selbst nicht ganz so famos aus. Der örtliche Campingplatz liegt einige Kilometer außerhalb und abseits des Weges. Auch günstige Pilgerherbergen sind kaum zu finden. Eine herrlich hübsche Alternative bietet einem da noch die Albergue de Peregrinos de Tapia. Von ihr ist es zwar noch ein ordentliches Stück bis nach Ribadeo, was der Etappe am nächsten Tag nicht gerade wohlwollend zugute kommt, allerdings gibt es wohl kaum eine andere derartig pittoresk gelegene Herberge entlang des Weges: direkt auf den Felsen am atlantischen Ozean.

Strecke: 22,9 km
Zeit: ca. 6h
Bergauf: 170 m
Bergab: 240 m

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Galicien / Galicia

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Kantabrien / Cantabria

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