Camino del Norte: Fisterra & Muxía

Herbergs- und Campingführer für den Jakobsweg

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Santiago de Compostela bis Fisterra & Muxía in 5/3+1 Etappen

Wem Santiago de Compostela zu touristisch geprägt ist, tut gut daran noch ein kleines Stück weiter bis zum Kap Finisterre oder sogar noch ein weiteres kleines Stück weiter bis nach Muxía zu gehen, um den Jakobsweg dort zu beenden wo er begonnen hat:
am Meer.
 
Das Kap Finisterre war für die Menschen des Altertums gleichbedeutend mit dem Ende der Welt – daher wohl sicherlich auch der Name. Heute weiß man natürlich, dass es sich dabei keineswegs um das Ende der Welt handelt. Im Gegenteil, dreht man sich am Ende der Welt um, kann man es ganz hervorragend zu deren Anfang machen.
 
Deshalb aufgepasst: Nicht nur dass in Galicien schon alle Jakobsmuschel-Wegweiser verkehrtherum stehen. Hinzu kommt nun auch noch, dass an diversen Stellen die Wegweiser schon wieder zurück Richtung Santiago weisen. – Wer hier also den Durchblick behält, der findet eigentlich auch blind den richtigen Weg.

Wichtige Info zur Etappenaufteilung

Die folgende Etappenaufteilung beinhaltet eigentlich mehr Etappen, als unbedingt nötig. Vor Allem da man inzwischen wohl recht gut eingelaufen ist und die 12 Tageskilometer lässig zum Frühstück erledigt.
 
Ich möchte sie aber trotzdem mal so aufgedröselt stehen lassen, da auf diese Weise jeder selbst entscheiden kann, ob er an einem Ort eventuell noch länger bleiben möchte und die Etappe deswegen gekürzt werden muss oder lieber zwei Etappen zusammenlegt.
 
Unter Umständen hat man zum Beispiel die Mittagsmesse in der Kathedrale bei seiner Ankunft verpasst, möchte sie deshalb am nächsten Tag nachholen, aber auf eine Nachmittagsetappe nicht verzichten müssen. – Da ist man dann froh nur 22 km bis nach Negreira laufen zu müssen.
Eventuell möchte man aber auch einfach am Kap Finisterre einen schönen Nachmittag verbringen. Ich überlass es euch.
 
Eine im Sinne dieses Reiseführers recht sinnvolle Etappenaufteilung wäre zum Beispiel:
1 – Santiago bis Vilaserio (34,3 km)
2 – Vilaserio bis San Roque (33,2 km)
3 – San Roque bis Kap Finisterre (12,6 km)

Legende:

Herberge mit Campingmöglichkeit

Herberge ohne Campingmöglichkeit

Campingplatz

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Section 33: Santiago de Compostela – Negreira

Ehe man sich versieht, hat man die Stadtgrenze von Santiago passiert und befindet sich auch schon wieder auf jenen kleinen naturverbundenen Pfaden, wie man es von Galicien eben gewohnt ist. Lästige Vorstadtschluchten gehören hier zum Glück nicht einmal der Vergangenheit an.

Für diese und die nächsten 4 Etappen gibt es hier den passenden Reisebericht über meine Radreise „Jakobsweg auf Abwegen“ im Jahr 2016.

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Strecke: 22 km
Zeit: ca. 6h15
Bergauf: 430 m
Bergab: 520 m

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Section 34: Negreira – Vilaserio

In Negreira tut man eventuell gut daran etwas Proviant für die nächsten Tage einzukaufen, glänzen die folgenden Etappen (bis an den Küstenort Cée) nun leider nicht wirklich durch ihre gut ausgebaute Infrastruktur.

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Strecke: 12,3 km
Zeit: ca. 3h25
Bergauf: 300 m
Bergab: 100 m

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Section 35: Vilaserio – Olveiroa

Die Wälder weichen nun weitläufigen Feldern. Schatten gibt es hier nur an wolkenreichen Tagen. Etwas weiter nördlich des Weges findet sich ein See, der Encoro da Fevenza (etwa 2,5 km vom Weg). Je nachdem wie dolle die Sonne vom Himmel knallt, könnte sich dieser kleine Badeausflug lohnen.

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Strecke: 21 km
Zeit: ca. 5h40
Bergauf: 300 m
Bergab: 460 m

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Section 36: Olveiroa – San Roque

Endlich ist es soweit! Wer sich am vorigen Tag nicht bereits in dem Encoro da Fevenza erfrischt hat, kann dies nun genüsslich im Meer nachholen. In Cée kann man nun auch endlich seine Vorräte wieder auffüllen und sich auf die letzte Etappe bis ans Kap freuen.

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Strecke: 22,2 km
Zeit: ca. 6h10
Bergauf: 300 m
Bergab: 460 m

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Section 37: San Roque – Fisterra

Kurz vor Erreichen von Fisterra wartet der Jakobsweg nochmal mit einer kurzen Strandetappe entlang des Praia de Langosteira auf. Wer vor Erreichen des Kaps nochmal ein Bad nehmen möchte, sollte dies hier tun. Am Kap selbst ist dies aufgrund der steil abfallenden Felswände nämlich nicht möglich. Von Fisterra aus sind es nochmal knappe 3 km hinauf bis zum Kap. Wer aus diesem ehrwürdigen Moment einen ganz besonderen machen möchte, verbringt die Nacht am Kap. – Kann aber ganz schön frisch werden. Auf ein Zelt sollte man der Optik halber besser verzichten. Unter den Sternen ist es eh schöner.

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Strecke: 12,6 km
Zeit: ca. 3h30
Bergauf: 210 m
Bergab: 220 m

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Section 38: Fisterra – Muxía

Wer jetzt immer noch nicht genug hat, sollte einfach umdrehen und den ganzen Weg wieder zurück gehen. So wie es uns die altehrwürdigen Pilger schon vormachten. Denn Bus oder Flugzeug mussten damals erst noch erfunden werden. Es ward also mit der Ankunft am Ziel die Reise noch lange nicht zu Ende. Wahrscheinlich ging sie für viele erst so richtig los.
Alle jenen, denen es jedoch an der Zeit fehlt das ganze Stück nochmal zurückzulaufen, denen es aber gleichwohl fern liegt, ihren Pilgerstab in die Ecke zu stellen, denen sei sicherlich noch das letzte Stück bis nach Muxía ans Herz gelegt. – Und wer’s richtig wissen will, läuft dann halt von dort aus zurück. Gibt sogar ne offizielle Abkürzung.

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Strecke: 32,5 km
Zeit: ca. 9h
Bergauf: 580 m
Bergab: 650 m

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Galicien / Galicia

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Note about map data and images: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Licensed according to CC BY-SA, visible at: www.openstreetmap.org/copyright

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