Camino del Norte: Galicia

Herbergs- und Campingführer für den Jakobsweg

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Ribadeo bis Santiago de Compostela in 8 Etappen

Galicien hat etwas mystisches an sich und das liegt nicht ausschließlich an seinem keltischen Erbe. Auch die Landschaft an sich gibt sich oft geheimnisvoll. In den kleinen Dörfern scheint die Zeit still zu stehen und in den Bergregionen tragen diffuse Nebelschwaden ihr Übriges dazu bei.
 
Für den Pilger von fundamentaler Bedeutung ist jedoch in aller erster Linie die schlichte Tatsache, dass in Galicien alle Jakobsmuschel-Wegweiser auf einmal in die falsche Richtung zeigen. Wer das nicht weiß, wird so schnell nirgendwo ankommen und Nein, mit Magie hat das auch nichts zu tun. Warum aber in Galicien die Strahlen der Jakobsmuschel in Richtung Santiago de Compostela weisen und nicht, wie sonst auch überall, deren Muschelboden, bleibt als Frage unbeantwortet. Vielleicht versucht man auf diese Weise ja den okkulten Wesen ein Schnippchen zu schlagen, um sie vom beliebten Wallfahrtsort auf angemessenem Abstand zu halten.

Legende:

Herberge mit Campingmöglichkeit

Herberge ohne Campingmöglichkeit

Campingplatz

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Section 25: Ribadeo – O Corveiro

Kurz hinter Ribadeo geht es bereits von der Küste weg in Richtung galizisches Inland. Einen letzten Blick zurück gen Meer sollte man sich deshalb ruhig gönnen, begegnet man diesem nun doch frühestens wieder kurz vor erreichen des Kap Finisterre.

Für diese und die nächsten 3 Etappen gibt es hier den passenden Reisebericht über meine Radreise „Jakobsweg auf Abwegen“ im Jahr 2016.

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Strecke: 27,4 km
Zeit: ca. 7h40
Bergauf: 590 m
Bergab: 460 m

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Section 26: O Corveiro – Mondoñedo

Ehe man sich versieht befindet man sich schon im Herzen Galiziens. Die Luft wird merklich kühler und auch die Landschaft bzw. Landwirtschaft scheint immer rustikaler zu werden. Am Ende der heute recht kurzen Etappe erreicht man das reizvolle Städtchen Mondoñedo, wo man sich dank der frühen Stunde noch die Beine im Ortskern vertreten kann oder wahlweise auch mit etwas Kultur vorlieb nimmt. Wer sich so richtig munter fühlt, kann die vorangegangene Etappe natürlich auch mit der heutigen kombinieren. Aber ich finde ein bisschen Gemütlichkeit kann man ja durchaus auch mal an den Tag legen.
Alternativ liese sich die Etappe auch noch minimal bis zur Herberge O Bisonte verlängern. Diese liegt knappe 3 km stadtauswärts und wird unter anderem von dem Künstler „Katova“ betrieben. Wer sich schon immer mal wie ein Einsiedler im galizischen Hochland fühlen wollte, ist hier genau richtig.

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Strecke: 14,7 km
Zeit: ca. 4h20
Bergauf: 430 m
Bergab: 420 m

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Section 27: Mondoñedo – Vilalba

Wer die hohen Berge des Baskenlandes schon vermisst hat, darf sich nun, kurz hinter Mondoñedo, mal wieder auf eine so richtig schöne Bergetappe freuen. Für alle die die Nacht in O Bisonte verbracht haben: Ihr habt das gröbste schon hinter euch.
Anfangs noch landschaftlich komplett abgeschieden, holen ein kurz vor Abadín dann aber doch schnell wieder die Unannehmlichkeiten der Zivilisation ein: Autobahn und Schnellstraße sind dem Jakobsweg nicht gerade selten fern. Doch an dieses Schlamassel sollte man sich ja inzwischen auch irgendwie gewöhnt haben.

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Strecke: 39,1 km
Zeit: ca. 10h45
Bergauf: 760 m
Bergab: 440 m

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Section 28: Vilalba – Miraz

Vilalba ist die letzte große Stadt bis Arzúa. Sprich, im Zweifel für die nächsten 3 Tage lieber nochmal kurz Balsenpflaster einkaufen. Alle weniger geplagten dürfen sich schon jetzt auf 3 Etappen fernab jeglicher großer Siedlungen freuen. Einziger Wehmutstropfen: Bis Baamonde verläuft der Jakobsweg wie auch schon am letzten Tag vehement entlang der neuen Autobahn. – Wie das wohl früher einmal war?

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Strecke: 30,7 km
Zeit: ca. 8h10
Bergauf: 330 m
Bergab: 340 m

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Section 29: Miraz – Sobrado dos Monxes

Man sollte auf der heutigen Etappe ruhig einen Moment inne halten um den Camino del Norte nochmal in seinen Grundzügen zu genießen. Jene Besinnlichkeit, die einem hier in aller Abgeschiedenheit gewährt wird, muss spätestens am nächsten Abend dem Getümmel des Camino Francés weichen, wenn der Nordweg in diesen einschwenkt. Die Übernachtung in den friedlichen Klostermauern von Sobrado kann man also durchaus als kleine Besonderheit am Ende des Nordweges betrachten.

Für diese und die nächsten 3 Etappen gibt es hier den passenden Reisebericht über meine Radreise „Jakobsweg auf Abwegen“ im Jahr 2016.

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Strecke: 27,4 km
Zeit: ca. 7h30
Bergauf: 430 m
Bergab: 360 m

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Section 30: Sobrado dos Monxes – Arzúa

Ich wünsche wohl geruht zu haben. Ab heute abend ist es vorbei mit der Einsamkeit. Da man nach der langen Strecke nun aber sicherlich auch endlich seinen Laufrhythmus gefunden hat und somit immer seltener außer Puste ist, sollte es im Allgemeinen kein Problem darstellen im folgenden nun immer 5 mal soviel Pilgern wie zuvor einen „Buen Camino“ zu wünschen. Also nochmal durchatmen und den Tag genießen.

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Strecke: 22 km
Zeit: ca. 5h50
Bergauf: 210 m
Bergab: 340 m

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Section 31: Arzúa – O Pedrouzo

Willkommen auf dem Camino Francés! Wer es bis hier hin geschafft hat, ohne größere Pilgerbekanntschaften zu schließen, der wird nun spätestens heute nicht mehr drum herum kommen und kann in diesem Zuge jedem von den wunderschönen Landschaftszügen und der Besinnlichkeit des Camino del Norte erzählen.

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Strecke: 18,9 km
Zeit: ca. 5h10
Bergauf: 250 m
Bergab: 370 m

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Section 32: O Pedrouzo – Santiago de Compostela

Die finale Königsetappe! – Wie ich gerade gelesen hab, durfte sich früher jener Pilger einer Gruppe, der als erster vom Monte do Gozo aus die Türme der Kathedrale erblickt hat, fortan Pilgerkönig nennen. – Auch interessant: Viele Familiennamen wie etwa „König“ (entsprechend ihrer fremdsprachlichen Äquivalente) sind auf diesen Brauch zurückzuführen. – Und welch Ironie: Heutzutage sieht man vom Monte do Gozo die Türme nur noch wenn man ganz genau hinsieht. Zu sehr hat sich die Großstadt Santiago de Compostela seitdem um die Kathedrale herum ausgebreitet.

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Strecke: 20,4 km
Zeit: ca. 5h30
Bergauf: 310 m
Bergab: 310 m

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Finisterre & Muxía

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Asturien / Asturias

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