Die beste Kreditkarte für deine Reise

Kostenlos Geld abheben im Ausland

(Stand: 1. März 2017)

Jeder kennt dieses Problem. Ob beim Geldabheben im In- oder Ausland, erwischt man den falschen Geldautomaten, fallen mitunter unliebsame Gebühren an. Meistens machen sich diese mit einem Minimalbetrag von 5 Euro auf dem nächsten Kontoauszug bemerkbar. Selbst bei Geldautomaten, die einem, außer einem Bündel Scheine, zusätzlich noch die vielverheißende Botschaft ausspucken: „Für diese Transaktion fallen bei Ihrer Bank keine Gebühren an.“ (Oder eben ein vergleichbares Kauderwelsch.) – Pustekuchen! Meist ist man nach jedem Abhebevorgang doch wieder um 5 Euro zusätzlich ärmer.
Um diese Kosten möglichst gering zu halten, ließe sich natürlich das Budget für einen kompletten Monat bequem im voraus abheben. Dies ginge aber sicherlich mit einer gewissen Anspannung einher, da man fortan seiner Bank den Job streitig macht und selbst für Sicherheit seines Geldes sorgt. Da man im üblichen Sinne eine Reise antritt, um sich zu entspannen und sich das zusätzliche Gewicht eines kleinen Safes im Rucksack doch eher negativ bemerkbar macht, haben ein paar Leute in der Finanzwelt eine Marktlücke für sich (und für euch!) entdeckt. Sie haben attraktive Kreditkarten- und Kontomodelle entwickelt, die uns Weltenbummler mit dem locken sollen, nach was wir uns immer schon so sehr sehnten: Weltweit kostenlos Bargeld abheben!

Zwei von diesen Modellen möchte ich hier kurz vorstellen und auf ihre Vor- und Nachteile eingehen. Zum einen das DKB-Cash* und zum anderen die Santander 1plus Visa Card*. (Mit dem DKB-Cash habe ich auf meiner letzten Reise selbst Erfahrungen gesammelt, deshalb ist es nun als erstes an der Reihe.)

Das DKB-Cash der Deutschen Kreditbank:

Bei der DKB hat sich, seitdem ich im Frühjahr 2016 dort mein Konto eröffnet hab, einiges getan. So war es die DKB mit ihrem attraktiven Kreditkartenmodell (lange Zeit die Nummer 1 unter den Reisenden) wahrscheinlich leid, dass jeder, der mal für ein paar Wochen in den Urlaub fährt, ein Konto eröffnet, nur um kostenlos im Ausland Geld abzuheben, während das restliche Jahr über die Kontobewegungen im Winterschlaf zu erfrieren drohen.
Deshalb unterscheidet die DKB seit dem 1. Dezember 2016 zwischen sogenannten Aktivkunden mit einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro und allen anderen „einfachen“ Kunden, deren monatlicher Geldeingang auf dem Konto weniger als 700 Euro beträgt.

Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Als sogenannter „einfacher“ Kunde erscheint es eher weniger attraktiv, mit dem Preismodell DKB-Cash weiterhin im Ausland Geld abzuheben. Oft fallen hier Gebühren an. Doch von dem ersten Anschein sollte man sich nicht beirren lassen, denn Aktivkunde zu werden, ist eigentlich gar nicht so schwer und auch kaum mit irgendwelchen Nachteilen verbunden. Dazu später mehr. Zudem hat jeder Neukunde für das erste Jahr den Aktivkunden-Status schonmal sicher.

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Zunächst möchte ich einen groben Überblick über die Leistungen und Bedingungen des DKB-Cash geben:
DKB – Allgemeine Informationen:

Die DKB-Cash Kreditkarte* (Visa-Karte) ist kostenlos, jedoch an ein Girokonto gebunden, welches ebenfalls komplett kostenlos ist. Bei Vertragsabschluss erhält man somit eine Visa-Kreditkarte wie auch eine normale Girokarte (ob man diese nun braucht oder nicht).

Wie bereits erwähnt unterscheidet die DKB seit dem 1. Dezember 2016 in zwei Arten von Kunden: die sogenannten Aktivkunden (Geldeingang mind. 700 Euro/Monat) und die „einfachen“ Kunden (Geldeingang weniger 700 Euro/Monat).
Für Bestandskunden gilt: Ab dem 1. Dezember 2016 werden diese während des ersten Jahres nach der Umstellung wie Aktivkunden behandelt. (Also logischerweise bis zum 1. Dezember 2017.) Jeder Neukunde bekommt zudem für 1 Jahr den Aktivkunden-Status zugesichert, egal wie seine Kontobewegungen aussehen.

DKB – Bargeldabhebung:

Um sich im Gebührendschungel der Kreditkartenanbieter und Bankautomaten überhaupt zurechtzufinden, sollte man sich erst einmal mit bestimmten Begrifflichkeiten auseinander setzen. So etwa auch jene der sogenannten „Fremdgebühren“.

Was sind überhaupt Fremdgebühren?

Fremdgebühren sind im Grunde jedem bekannt und meist ein großes Ärgernis, wenn man dringend Bargeld benötigt, aber kein Geldautomat der eigenen Bank, bei der man Kunde ist, zur Verfügung steht. Hebt man nun mit einer Girokarte oder Kreditkarte an einem solchen fremden Bankautomaten Geld ab, entstehen der Bank Kosten, die sie auf den Kunden umlegt. Im Inland fallen Fremdgebühren hauptsächlich beim Abheben von Bargeld an fremden Bankautomaten an, seltener beim bargeldlosen Bezahlen in Geschäften.
Im Ausland sieht die Sache schon ganz anders aus. Hier muss man zudem zwischen jenem Ausland, dass in den Geltungsbereich der EU-Preisverordnung fällt und jenem darüber hinaus (also weltweit) unterscheiden. (Anmerkung: Laut Auskunft bei der DKB, fällt die Schweiz ebenfalls in den Geltungsbereich der EU-Preisverordnung. Sprich, man kann hier ebenfalls kostenlos Geld abheben, auch wenn die verlinkte Liste etwas anderes vermuten lässt.)
Zudem kann es vorkommen, dass im außereuropäischen Ausland (z.B in den USA) bei machen Geldautomaten zusätzliche Fremdgebühren von der Bank verlangt werden. Diese Abhebegebühr (ATM fee) wird dem Kunden zumeist während des Abhebevorgangs direkt in Rechnung gestellt und dementsprechend angezeigt und auf der Quittung ausgewiesen. (Es ist nicht auszuschließen, dass einem diese zusätzlichen Fremdgebühren auch innerhalb des Geltungsbereichs der EU-Preisverordnung ein Bein stellen wollen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass das wohl eher seltener der Fall ist. In jedem Fall wird der Geldautomat einen auf solche Gebühren gesondert hinweisen, sodass man den Vorgang notfalls noch abbrechen kann.)

Man merkt also schnell: Fremdgebühren sind oft nicht gleich Fremdgebühren. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, was einen Überblick nicht gerade einfacher macht.
Grundsätzlich kann man versuchen, sie in 4 Kategorien einzuteilen:
A: Fremdgebühren einer fremden Bank im deutschen Inland
B: Fremdgebühren im Geltungsbereich der EU-Preisverordnung
C: Fremdgebühren außerhalb des Geltungsbereichs der EU-Preisverordnung (weltweit)
D: Zusätzliche Fremdgebühren (Endgeld) des Automatenbetreibers (Im Normalfall wird bei dem Einsatz einer Kreditkarte während des Abhebevorgangs auf diese hingewiesen. Sie werden zusätzlich zum oder abzüglich vom Abhebebetrag berechnet und dementsprechend auf der Quittung ausgewiesen.)

Grundsätzlich gilt bei dem DKB-Cash Konto: Es lohnt sich kaum, die kontoeigene Girokarte einzusetzen, da ihr Einsatz weit öfter mit Gebühren verbunden ist, als der Einsatz der Kreditkarte. Deshalb werde ich mich im Folgenden bei meiner Betrachtung auf die Einzelheiten der DKB-Cash* Kreditkarte (Visa-Karte) beschränken.

Für Aktivkunden gilt also:
Es gibt kaum Einschränkungen. Grundsätzlich fallen beim Abheben von Bargeld an Geldautomaten, an denen ein Visa-Logo zu finden ist, keine Gebühren an – und das weltweit!
Eine Ausnahme bilden die sogenannten „zusätzlichen Fremdgebühren“ (weiter oben erläutert und D). Sie waren bis Juni 2016 noch von der DKB erstattungsfähig, indem man eine Kopie oder eine Foto der Quittung bei der DKB eingereicht hat (z.B. per E-Mail). Dies ist nun nicht mehr möglich!

Für „einfache“ Kunden gilt:
Sie haben das Nachsehen. Zwar können sie nach wie vor im Geltungsbereich der EU-Preisverordnung an Geldautomaten mit Visa-Logo kostenlos Geld abheben und das ist ja schon mal was. Allerdings müssen auch sie auf diese vermaledeiten „zusätzlichen Fremdgebühren“ achtgeben, die einem möglicherweise auch innerhalb der EU-Preisverordnung begegnen können. Sie werden wie bereits erwähnt bei der DKB nicht mehr erstattet. In allen anderen Ländern und Währungen werden von der DKB Gebühren in Höhe von 1,75% des verfügten Betrags erhoben.

DKB – Kartenzahlung:

Im Prinzip gelten hier die gleichen Bedingungen, wie bei der Verfügung von Bargeld am Geldautomaten:

Für Aktivkunden gilt: Alles paletti! Man kann sowohl in Europa als auch weltweit kostenlos mit der Kreditkarte der DKB bargeldlos bezahlen.

Für „einfache“ Kunden gilt: Im Geltungsbereich der EU-Preisverordnung kann man mit der Kreditkarte der DKB nach wie vor kostenlos bargeldlos bezahlen. In allen anderen Ländern und Währungen fallen Gebühren in Höhe von 1,75% vom Umsatz an.

DKB – Online Banking:

Das Online Banking lässt sich bei der DKB bequem über die Webseite verwalten. Man hat sowohl Zugriff auf das Girokonto als auch auf das Kreditkartenkonto. Es lässt sich ebenfalls bequem Geld zwischen beiden Konten hin- und herschieben. Zum Ausführen von Überweisungen (sowohl innerhalb der Konten, wie auch auf andere Konten) benötigt man eine TAN-Nummer. Diese wird einem bei Nutzung der DKB-App (auf dem Smartphone) kostenlos zugeteilt. (Achtung: Zur Nutzung der App muss man sich eine weitere PIN-Nummer einprägen, die man allerdings individuell abändern kann.)
Alternativ kann man sich die TAN-Nummer auch ohne App (wenn man z.B. kein Samrtphone hat) per SMS (mTAN) zusenden lassen. Dieses Verfahren schlägt allerdings mit 0,07 Euro pro SMS zu buche.
Beide Verfahren scheinen für mich recht reisetauglich zu sein, da man keine extra Liste mit den benötigten TAN-Nummern mit sich herumschleppen muss und der Zettelwirtschaft so etwas Abhilfe getan wird.

DKB – Kreditkartenlimit:

Das Kreditkartenlimit der DKB, das heißt der monatlich verfügbare Betrag, beträgt standardmäßig 500 Euro. Bei Bedarf lässt sich dieser natürlich erhöhen. Dies sollte man allerdings im Vorfeld der Reise erledigen, da dies eine Kreditwürdigkeitsprüfung seitens der DKB erfordert.
Alternativ lässt sich ähnlich wie bei einer PrePaid-Karte fürs Handy der monatliche Verfügungsrahmen auch individuell je nach Bedarf erhöhen, indem man Geld vom Girokonto der DKB auf das Kreditkartenkonto überträgt. Hierfür bedient man sich des Online Bankings und benötigt eine TAN-Nummer (siehe oben).

DKB – Kreditkartenausgleich:

Die getätigten Kreditkartenumsätze werden bei der DKB monatlich zu 100% durch ein automatisches Lastschriftverfahren mit dem DKB Girokonto ausgeglichen. (Sollte man im Vorfeld, wie oben beschrieben, Geld auf die Kreditkarte überwiesen haben, reduziert sich der auszugleichende Betrag natürlich dementsprechend.) Der Ausgleich findet immer rund um den 22. eines Monats statt. (Zumindest ist das in meinem Fall so.) Das Girokonto sollte man also im Blick behalten, denn rutscht man dort ins Minus, fallen schnell Zinsen in Höhe von 7,5% p.a. für „einfache“ Kunden oder 6,9% p.a. für Aktivkunden an.

DKB – Aktivkunde werden:

Die Sache klingt simpel: Mindestens 700 Euro müssen monatlich auf dem Girokonto der DKB eingehen, dann ist man Aktivkunde.

Sollte man das DKB-Konto z.B. als Gehaltskonto nutzen, hat sich diese Angelegenheit in den meisten Fällen wohl schon von selbst erledigt. Dies dürfte auch im Sinne der DKB sein bzw. der Grund, weshalb die DKB zwischen Aktivkunden und „einfachen“ Kunden überhaupt differenziert.

Nutzt man hingegen das Konto der DKB nur als Zweitkonto, vor Allem um im Ausland kostengünstig an Bargeld zu kommen, kann man sich eine der folgenden Optionen zurechtlegen:

Man überweist sich sein monatliches Reisebudget vom primären Konto manuell auf das Girokonto der DKB. Wenn man nicht allzu sparsam lebt, sind die 700 Euro sicherlich schnell erreicht.
Achtung: Die DKB hat hier noch nicht fix entschieden, ob der Aktivkundenstatus monatlich festgelegt wird oder ob (wie momentan noch im Preis- und Leistungsverzeichnis angegeben) lediglich eine Überprüfung jeweils nach 3 Monaten statt findet. Sollte man also darauf spekulieren, den Aktivkunden-Status zu erlangen, sobald man 700 Euro auf das DKB-Konto überweist, ist man gut beraten, dies vorher nochmal persönlich mit der DKB abzuklären. – Ich gebe mein bestes und halte euch hier natürlich ebenfalls auf dem Laufenden.

Eine andere Variante ist folgende: Man richtet einen Dauerauftrag über mind. 700 Euro von seinem primären Konto auf das Girokonto der DKB ein. Im selben Zuge richtet man auf dem Girokonto der DKB einen Dauerauftrag ein, der dieses Geld ein paar Tage später wieder auf das primäre Konto zurücküberweist.
Was sich zunächst nach einer unlauteren Methode anhört, wurde mir selbst nach telefonischer Auskunft bei der DKB als Möglichkeit bestätigt, den Aktivkundenstatus ohne weiteres aufrecht erhalten zu können. Wie es scheint, geht es der DKB hauptsächlich darum, Kontobewegungen auf den entsprechenden Konten verzeichnen zu können.

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DKB – Beantragung der Kreditkarte

Bis man das ganze Prozedere von Antragsstellung bis Legitimationsprüfung und Kontoaktivierung durchlaufen hat, können schon mal gute 3-4 Wochen verstreichen. Immerhin kann man zur Legitimationsprüfung bei der DKB inzwischen auch das Videoident-Verfahren nutzen, welches eine Vereinfachung des aufwendigeren Postident-Verfahrens darstellt. Somit kann man die Zeitspanne bis zum fertig eingerichteten Konto etwas verkürzen.
Info: Für das Videoident-Verfahren benötigt man lediglich die Kamera eines Smartphones, Tablets oder PCs und seinen Personalausweis.
Hat man seine Identität bestätigt, erhält man in den folgenden Wochen allerlei Briefe mit den verschiedensten PIN-Nummern sowie den 2 Bankkarten. Man muss sich für das TAN-Verfahren registrieren und so weiter und so fort. Dann spätestens sollte allerdings alles erledigt sein und man kann sich auf eine unkomplizierte Reise freuen.

Hier kannst du das kostenlose Girokonto inklusive Kreditkarte der DKB beantragen!*
Nochmal kurz eine Zusammenfassung:
Vorteile DKB-Cash:
  • kostenloses Girokonto
  • kostenlose Visa-Kreditkarte
  • reisetaugliches TAN-Verfahren
  • 100% Ausgleich per Lastschrift
  • kostenlose Abhebung Eurozone
  • kostenlose Bezahlung Eurozone
  • mögliche Nutzung als PrePaid-Karte
Nachteile DKB-Cash:
  • kostenlose Abhebung weltweit nur für Aktivkunden
  • kostenlose Bezahlung weltweit nur für Aktivkunden
  • keine Erstattung zusätzlicher Fremdgebühren
Sonstiges:
  • zusätzliches Girokonto inklusive (Ob Vor- oder Nachteil muss jeder selbst entscheiden.)

 

Die Santander 1plus Visa Card
der Santander Consumer Bank

Die Santander Consumer Bank macht es dem Reisenden etwas einfacher und verzichtet auf die Notwendigkeit eines Girokontoabschlusses. Dies dürfte für all jene von Vorteil sein, die mit ihrem bisherigen Girokonto zufrieden sind und auf den zusätzlichen Papierkram verzichten möchten. Folge dem gibt es auch keine Anforderung an Umsatz oder Geldeingang, welche auf dem Konto verzeichnet werden müssen, um in den Genuss gewisser Vorteile zu kommen.

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Santander 1PlusCard

Santander – Allgemeine Informationen:

Bei der Santander 1plus Visa Card* fallen ebenfalls keinerlei Kontoführungs- und Kreditkartengebühren an. Das freut!

Santander – Bargeldabhebung:

Auch hier macht es uns die Santander Consumer Bank relativ einfach. Mit der Santander 1plus Visa Card* sind Bargeldabhebungen an Geldautomaten sowohl innerhalb des Geltungsbereichs der EU-Preisverordnung als auch außerhalb, sprich weltweit, kostenlos. (Auf Visa-Logo am Automaten achten!)

Eventuell anfallende zusätzliche Fremdgebühren an Geldautomaten lassen sich bequem per E-Mail bei der Bank einreichen und sind voll erstattungsfähig. Hierzu Quittung am Geldautomaten nicht vergessen, Foto davon machen und per E-Mail zusammen mit der Kartennummer und einem kleinen formlosen Text an die Bank schicken. (Die passende E-Mail Adresse teilt einem der Kundenservice der Santander Consumer Bank sicherlich gerne mit.) Allerdings sollte man nicht zu lange warten, bis man die Belege einreicht. Innerhalb eines Monats sollten sie aber sicherlich voll erstattungsfähig bleiben.

Santander – Kartenzahlung:

Die nächste gute Nachricht: Mit der Santander 1plus Visa Card* ist das bargeldlose Bezahlen mittels Kreditkarte sowohl innerhalb der Euro-Zone als auch weltweit komplett kostenlos.

Santander – Online Banking:

Ich habe selbst keine Erfahrungen mit dem Online-Banking der Santander Consumer Bank gemacht, allerdings gibt es auf der Webseite der Bank ein paar Informationen, die ich hier kurz, insbesondere in Bezug auf eine Reise, zusammenfassen möchte:
Außer der Möglichkeit des Online Bankings, gibt es auch die Option eine sogenannte MobileBanking App zu nutzen. Mit dieser lassen sich auf dem Smartphone sowohl die Konto- bzw. Kreditkartenumsätze einsehen, als auch Überweisungen tätigen. Um Aufträge in der MobileBanking App zu autorisieren, benötigt man eine iTAN Liste. Diese wird einem auf dem Postweg zugeschickt und im Falle einer Reise müsste man diese dann irgendwo im Gepäck verstauen. Etwas ungeschickt ist das schon, gerade wenn man unterwegs ist.
Nutz man allein das Online-Banking Portal für etwaige Überweisungen, lässt sich laut telefonischer Auskunft auch ein mobileTAN-Verfahren beantragen. Diese TANs werden dann bei Bedarf aufs Handy verschickt. Es erscheint nur logisch, dass man diese TANs für die MobileBanking App nicht verwenden kann.

Bei allem Zirkus um die TANs, hier mal ein praktischer Gedanke: Wer die Santander 1plus Visa Card nutzt, wird notgedrungen über ein eigenes Girokonto bei einer anderen Bank verfügen. Es ist also ohne weiteres möglich, Überweisungen während einer Reise mittels dieses Girokontos durchzuführen. Eine Kreditkarte und somit die TANs der Kreditkarte braucht man dafür nicht. Anders sieht es mit den Umsätzen der Kreditkarte aus. Sie lassen sich jedoch auch ohne den Gebrauch einer TAN einsehen. Sowohl per MobileBanking App als auch online.

Santander – Kreditkartenlimit:

Laut telefonischer Auskunft beträgt das monatliche Kreditkartenlimit in Bezug auf Bargeldauszahlungen 2000 Euro. Im Einzelfall würde ich das jedoch nochmals nachprüfen, denn es erscheint mir etwas viel für einen Neukunden. Ich denke hier handelt es sich um ein Missverständnis und der Mitarbeiter bezog sich mit seiner Auskunft auf den maximalen Verfügungsrahmen bezüglich Bargeldauszahlungen.

Natürlich lässt sich bei der Santander 1plus Visa Card der monatliche Verfügungsrahmen ebenfalls individuell erhöhen, indem man Geld von seinem Girokonto auf das Kreditkartenkonto überweist. Der monatliche Verfügungsrahmen in Bezug auf Bargeldauszahlungen bleibt jedoch auf 2000 Euro begrenzt. Zahlungen die bargeldlos getätigt werden, scheinen hier jedoch keiner Begrenzung zu unterliegen.

Eine genaue Anleitung, wie man Guthaben auf die Kreditkarte überweist, findet ihr hier:*
Einfach auf den Link klicken und im unteren Teil der Seite, bei Zusatzoptionen den Punkt „Einzahlen in eigener Regie…“ auswählen und schon gelangt man zu einem anschaulichen Beispiel einer SEPA-Überweisung. (Dabei ist zu beachten, dass es sich um eine Überweisung auf ein Sammelkonto handelt. Das heißt, die IBAN und die BIC gehören zu einem Konto innerhalb der Santander. Sie müssen deswegen innerhalb des Überweisungsformulars so angegeben werden, wie es auf dem Beispiel der Fall ist. Über das Feld „Verwendungszweck“ wird der Betrag dann dem entsprechenden Kreditkartenkonto zugeordnet und gutgeschrieben. Hier muss man also die eigene Kreditkartennummer angeben.)

Santander – Kreditkartenausgleich:

Es wäre ja zu schön, um wahr zu sein, wenn sich nicht spätestens jetzt ein kleiner Haken bei der Santander 1plus Visa Card bemerkbar machen würde. Denn leider gleicht die Santander Consumer Bank die getätigten Kreditkartenumsätze von Haus aus nicht komplett, sondern lediglich zu 5% (bzw. mindestens 25 Euro) mit dem hinterlegten Girokonto aus. Den Restbetrag muss man selbst per Überweisung ausgleichen (siehe oben). Hängt man hier hinterher, fallen schnell Zinsen in Höhe von 13,98 % p.a. an. Was mehr als ordentlich ist.
Ich muss zugeben, dass dies ein kleiner Wermutstropfen ist. Aber keine Angst, man hat immerhin einen Monat Zeit, den Betrag zu überweisen, ehe die Zinsen anfallen. Ebenfalls wird man im Postfach des OnlineBankings regelmäßig über anfallende Zahlungen informiert.

Eine bessere Variante ist es sicherlich, die Santander 1plus Visa Card als PrePaid-Karte zu benutzen und monatlich regelmäßig ein eingeplantes Reisebudget wie oben beschrieben zu überweisen. Das erfordert allerdings eine genaue Kontrolle über Ein- und Auszahlungen. Doch damit ist man während einer Reise eh gut beraten.

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Santander 1PlusCard

Santander – Kreditkarte beantragen

Wie bereits erwähnt, benötigt man für die Beantragung der Santander 1plus Visa Card* nicht zwingend ein Girokonto bei besagter Bank. Es genügt beim Antrag der Kreditkarte ein bereits vorhandenes Girokonto zu hinterlegen. Das ist schön, so erhält man vielleicht etwas weniger Post von der Bank während des Prozesses der Antragsstellung.
Ebenfalls lässt sich das Videoident-Verfahren alternativ zum Postident-Verfahren einsetzen (siehe weiter oben), so kann man ebenfalls etwas Zeit sparen.
Wie lange es genau dauert und ob die Bank in jedem Fall den Antrag annimmt, dazu kann ich leider keine Auskunft geben. Arbeitnehmer mit regelmäßigem Einkommen sollte die Antragsstellung jedoch keinerlei Probleme bereiten. Im Einzelfall fragt man am besten nochmal bei der Bank direkt nach, auch bezüglich der nötigen Zeitspanne für eine Antragsstellung. Mit etwa 4 Wochen sollte man allerdings schon rechnen. Also rechtzeitig beantragen!

Hier geht’s zur kostenlosen Beantragung der Santander 1plus Visa Card!*
Im Anschluss fasse ich nochmal kurz zusammen:
Vorteile Santander 1plus Visa Card:
  • kostenlose Visa-Kreditkarte
  • kostenlose Abhebung weltweit
  • kostenlose Bezahlung weltweit
  • volle Erstattung zusätzlicher Fremdgebühren
  • mögliche Nutzung als PrePaid-Karte
Nachteile Santander 1plus Visa Card:
  • automatischer Kreditkartenausgleich nur zu 5% (mind. 25 Euro)
  • hohe Zinsen bei unzureichendem Kreditkartenausgleich
Sonstiges:
  • etwas reise-unfreundliches TAN-System

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