Die Reisegarderobe

Was gehört ins Gepäck? – Der Packlisten-Guide für die Fahrradreise

Ein mehr oder weniger wichtiger modischer Hinweis für eine Fahrradreise.

Nun kommen wir also genau zu jenem Teil des Reisegepäcks, von dem man in der Regel immer etwas zu viel mitnimmt. – Klar, ein gutes Outfit ist die halbe Miete. Aber nicht auf einer Radreise. Oder doch? Aber für was? Man sollte hier definitiv praktisch denken. Ob es nun gelingt oder nicht.

Ich hab für euch all meine Kleidungsstücke, die sich in meinem Gepäck einen Platz erkämpft hatten, mal fein säuberlich auf der Wäscheleine aufgehängt. Mal schauen, ob ihr den selben modischen Geschmack habt wie ich.

Wie immer gilt:
Rot = Das kannst du getrost zu Hause lassen.
Gelb = Nimm es nur mit, wenn du dir sicher bist, dass du es wirklich brauchst.
Grün = Wenn du das nicht einpackst, bist du selbst schuld.


1. Die Kopfbedeckung

Sie ist wichtig, darüber müssen wir nicht diskutieren. Umso wichtiger wird sie auf Reisen in jene Länder, die wir alle so schrecklich lieben – dort wo uns die Sonne von morgens bis abends verwöhnt und mittags gerne auch mal etwas länger am Zenit steht. Ich, als bekennender Spätaufsteher, komme also besonders nicht auf Radreisen um diesen ungemein wichtigen Sonnenschutz herum. Denn standardmäßig wird gegen 12 Uhr aufgesattelt. Und nur wer einen Helm trägt, kommt in diesem Zuge um die Mütze herum.

Tja, und mit dem Helm ist das halt so eine Sache auf einer ausgedehnten Fahrradreise. Ich möchte ja nicht behaupten, dass er unwichtig wäre. Im Gegenteil, er ist sogar sehr wichtig. Aber jeder der bereits eine längere Radreise hinter sich hat, wird gegebenenfalls meinen Gedankengang nachvollziehen können: Erst einen Helm mitnehmen, ihn aufsetzen, dann am Gepäck verschnüren und etwas später, bei der ersten Möglichkeit, gen Heimat schicken. – Eine Reise mit dem Rad zu machen, bedeutet Freiheit zu genießen. Dabei ein enges Etwas auf seinem Haupt zu tragen, fühlt sich für mich leider etwas unstimmig an. Damit geh ich sicherlich ein großes Risiko ein. Und ich empfehle wirklich jedem einen Helm zu tragen. Auch ich möchte versuchen mich wieder damit anzufreunden. Ein kleines Manko an Freiheitsgefühl ist wirklich nichts im Gegensatz zu einem gespaltenen Schädel. Aber es gibt auch Menschen, die gehen ohne Sicherungsleine klettern oder springen von Klippen oder so. Ihr wisst schon, was ich meine.

Jedenfalls. Eine so coole Mütze, wie ich sie auf meiner Reise hatte, wird es wohl nie wieder geben. Gekauft anno 2006 (oder war es doch schon 2007) auf einem Neuseeländischen Goa-Festival zur Silvester-Nacht in den näheren Bergen von Takaka, dem sogenannten Uprising-Festival (aber das ist eine andere Geschichte). Dann 10 Jahre aufbewahrt und nie getragen (weil die Dreads einfach nicht drunter gepasst hatten). Und schließlich, als ich sie (die Dreads) 2015 in die Freiheit entlassen hatte, hielt ich auf einmal eine niegelnagelneue Mütze aus alten Kartoffelsäcken in den Händen.

Leider hat die Mütze während der Reise quasi das zeitlich gesegnet. Die ozeanischen Kartoffelsäcke scheinen Wind und Wetter nur begrenzt standzuhalten. So dient sie heute eigentlich nur noch als Ausstellungsstück oder als wirklich letzte Lösung gegen einen unabwendbaren Bad-Hair-Day.

Der Hersteller „Basiquenti“ (wie es die Internet-Recherche ergab, wohl in Japan angesiedelt) stellt heute auch nur noch Hipster-Modelle her.

Tja, eine Reise, eine Mütze. So ist das wohl.


2. Die Schuhe

Wie man wahrscheinlich bereits merkt, bin ich nicht gerade der Freund von konventionellem Fahrradequipment. Wo der eine oder andere auf sogenannte Klicker-Schuhe schwört (solche, die sich mit einem Metall-Clip in die Pedale einhaken), schwöre ich auf konventionelles Schuhwerk (kombiniert mit ein paar Schlaufen an den Pedalen). Zwar tragen die besagten Schlaufen nicht selten dazu bei, dass man während einer Fahrt (oder vor allem im unverhofften Stillstand) unter Umständen recht stillos einfach umkippt. Aber das, so habe ich gehört, ist selbst den versiertesten Klickschuh-Fahrern schon passiert. Also seis drum.

Immerhin bin ich mit meinen Chucks recht stilvoll unterwegs, wenn ich mal gerade nicht mit dem Fahrrad umfalle. Auch halten sich die Investitionen gering: So hatte ich mir diese Chucks bereits knappe 2 Jahre vor der Radreise angeeignet, sie im Zuge zweier Winter und eines Sommers ziemlich heruntergeschlappt, und sie nun, während der Radreise komplett in ihre Bestandteile zerleget.

Aber sie haben es geschafft. Wir waren ein gutes Team. Ehe es im November in Cádiz (an meinem Ziel) so langsam aber sicher mit dem Winter losging, und damit mit regnen anfing, waren mir die losen Sohlen und vielen Löcher an der Seite herzhaft egal. Im Gegenteil, sie dienten sogar der Belüftung der Schuhe. – Wer allerdings im Süden von Spanien hofft auf Ersatz für seine durchwetzten Chucks zu treffen, der sei eines besseren belehrt: Ich musste mir mitunter anhören, ich sei schlimmer drauf als jedes Mädel, wenn es ums Schuhe-Kaufen geht. Als ich nämlich während eines geschlagenen Tages in absolut jedem Schuhladen Cadiz‘ versuchte, ein paar schicke Sneakers aufzutreiben, trieb ich selbst meine weibliche Begleitung in den Wahnsinn.


3. Die Windjacke

Sie hängt neben der Regenjacke. Aber eigentlich nicht aus besonderem Grund. Nur weil es windig ist, heisst es ja noch lange nicht, dass es auch regnet. Und nur weil es regnet, heisst es noch lange nicht, dass man seine Regenjacke auch anzieht. – Aber dazu kommen wir gleich.

Die Windjacke bildet eine perfekte Kombination mit dem Vlies (oder auch Flies, doch nicht zu verwechseln mit Fließ, einem Dorf inmitten der Alpen) …aber wie gesagt, dazu kommen wir gleich (wenn auch nicht sofort).

Die Windjacke. Sie muss nicht unbedingt eine 1A Windjacke sein. Niemand schreibt vor, dass eine Windjacke (sofern man sie nicht im Himalaya oder dergleichen einsetzen möchte) auch wirklich als „Windjacke“ auf dem Beipackzettel ausgeschrieben werden müsse. Eine Windjacke ist einfach nur eine Jacke, die den Wind nicht so richtig durchlässt und dabei weniger als 500 g auf die Waage bringt. Sucht euch was schönes zum Mitnehmen aus. Eine Windjacke ist mitunter die modischste „Outer-Shell“, die ihr dabei habt. (Sofern man sich dem Zwiebel-Prinzip beherzigen möchte.)


4. Die Regenjacke

…oder auch das Regencape*. Beizeiten auch der Regenpocho. Alles ist möglich. – Das wichtigste an dieser Garderobe ist: Wenn man sie mit sich führt, wird man selten in die Verlegenheit kommen, sie auch wirklich zu gebrauchen. Sie ist sozusagen mehr ein Alibi, als ein wirkliches Kleidungsstück.

Doch man gebe Acht: Lässt man sie aus Erfahrung zu Hause, wird einem der übelste Regen entgegen strömen, den man sich je vorstellen kann. Und das nur um einem zu verdeutlichen, wie verdammt überheblich und selbstsicher man sich aufgeführt hat. – Also kein wirklicher Grund auf dieses Leichtgepäck zu verzichten. Im Falle von dichtem Nebel lässt sich ein Regencape in entsprechenden Leuchtfarben auch hervorragend am Gepäckträger zur besseren Sichtbarkeit anbringen. – Wer also schlau ist, nimmt eine neongrüne Einkaufstüte mit (damit lässt sich, wie man sehen wird, eh noch eine ganze Menge anstellen), schreibt in großen Buchstaben „Regenjacke“ drauf (um den Wettergott auszutricksen) und schlägt so drei Fliegen mit einer Klappe. Denn zieht man die Regenjacke im Falle von wirklich miesem Wetter wirklich mal an, so wird man schnell feststellen, dass man unter dieser nasser wird, als es von Außen je der Fall sein würde.

Nachtrag: Der Vorteil eines Regencapes* zur Regenjacke ist insbesondere während des Fahrradfahrens jener, dass man sich, wenn man die Angelegenheit nicht allzu kleinlich betrachtet, die Regenhose sparen kann.


5.  Die Radlerhose oder etwas ähnliches

Die Radlerhose, an sich, ist nicht definiert. Sie ist und bleibt eine im Sinne des Radlers jedoch wirklich wichtige Hose, denn mit ihr meistert er all seine Strecken. Und sie wird letzten Endes, mehr als der Sattel, die Bremsen oder die Reifen, von der Reise zeugen. Sie wird einfach am Arsch sein. Nicht mehr zu gebrauchen. Ein Fetzen Stoff, dass an einem herunterhängt. (So zumindest in meinem Fall.)

Natürlich gibt es die tollstes Varianten von Radfahrer-Hosen. Von eng anliegend bis weniger eng anliegend. Und alle mit hübschen Stickern und Aufdrucken von vermeintlichen Sponsoren, die wahrscheinlich nichts anderes getan haben, als den Druck zu sponsern. Auf jeden Fall kann man in keiner dieser Hosen in einen Supermarkt oder in eine Bar gehen, ohne sich zugleich als ambitionierten Cyclisten zu outen. – Wogegen ja auch überhaupt nichts spricht, insofern man das möchte. – Möchte man das allerdings nicht, so empfehle ich als Radhose, die letztbeste kurze Hose, die man in seinem Schrank liegen hat. Und auf die man in Folge der Radreise auch gerne verzichten mag. Man wird es nämlich müssen. Sattel, Querstange und/oder die eine oder andere Fahrradtasche tun ihr übriges dazu. Ich selbst endete mit einem Fetzen an meinen Beinen, mit dem ich mich gegen Ende – beim besten Willen – nicht mal mehr in einen Supermarkt getraut hab. Zu anfangs band ich mir noch das Vlies um die Hose (eine weiter Einsatzmöglichkeit) und zu allerletzt fuhr ich dann doch noch die übrigen 140 km in der Jeans (ohne sie wäre ich also völlig aufgeschmissen gewesen). Aber meine ursprüngliche Fahrradhose, die gute 5400 km durchgehalten hat, habe ich immer noch. Sie werde ich auch nie wegwerfen. Sie ist nicht weniger als eine Trophäe. Und dazu noch eine richtig gute.


6. Die Jeans

Ganz ehrlich. Wer von euch verreist schon ohne Jeans. Also! (siehe auch Radlerhose)


7. Das Vlies

Das Vlies* ist eine Anschaffung fürs Leben. Gekauft anno 2006. Getragen immer noch 2017. Und auch die ganze Zeit dazwischen. Es ist kein wirklich modischer Bestandteil. Aber es ist eines der wichtigsten Kleidungsstücke, die man mit sich führen kann.

Ein Beispiel (Und ich lasse hier die ganze Funktionskleidung aus, die man als Fahrradfahrer so kaufen kann, denn über 12° C kann man glaub ich getrost auf diese verzichten.): Also ein Beispiel:

Es ist mal wieder etwas schlechteres Wetter auf dem Camino del Norte. Keine Seltenheit. Es regnet. Oder auch nicht. Es ist aber alles andere als warm. Zieht man die Windjacke an, so kommt man schnell ins schwitzen. Zieht man hingegen das Vlies über das T-Shirt, so fühlt man sich immer angenehm warm und gleichzeitig erfrischt. Der Wind, der durch das Vlies weht, sorgt für die all so wichtige Luftzirkulation, wenn man sich anstrengt. Bleibt man stehen, weht auch kein Wind und das Vlies wärmt einen quasi von selbst. Allein während der Bergabfahrten ist man bei Zeiten gewillt die Windjacke drüberzuziehen. – Wo wir auch schon zu dem nächsten Punkt kommen:

Ist einem wirklich mal kalt, – So wie mir etwa seinerzeit auf der Sierra Nevada. Dort hatte es im Oktober seichte 0 °C auf 3500 m Höhe. – ist man froh darüber mal etwas wärmeres überziehen zu können. Das Vlies in Kombination mit der Windjacke bildet in dieser Hinsicht all so oft die richtige Ausweichmöglichkeit, den Temperaturen zu trotzen. Der Clue daran ist, man muss keine wirklich warmen Sachen mitnehmen, um sich im Falle des Falles gegen niedrige Temperaturen zu wappnen. Das Zwiebelprinzip macht es möglich! In diesem Sinne: Nehmt euch auf alle Fälle ein Vlies mit. Aber im Gegensatz zur Windjacke müsst ihr dabei nicht wirklich auf modische Trends achten. Das Vlies* ist und bleibt zeitlos unschick aber praktisch, wie nichts anderes in der Reisegarderobe. Und dabei ungemein beständig.


8. So Hippie-Hosen

Ja, lasst mich einfach mal sagen: Das ist wohl Geschmackssache. – Ob jetzt Fisherman-Trousers aus Thailand in kurzer und/oder langer Version, Alladin-Hosen oder die schlichte kurze Hose: Nehmt euch auf jeden Fall was angenehmes zum Anziehen mit. Für dann, wenn ihr nicht gerade Fahrrad fahrt und es auch nicht an der Zeit ist eine Jeans zu tragen. Also sprich, die meiste Zeit.


9. Ein paar hübsche T-Shirts

Im Normalfall kommen zu ein paar hübschen T-Shirts, die man zu Anfang ins Gepäck packt (meistens 3 oder 4) während der Reise mindestens noch zwei weitere hinzu. An schönen T-Shirts sollte man nicht sparen, immerhin wiegen sie nicht viel und schliesslich (und vor allen Dingen) sind sie das modische Aushängeschild, das man abseits der durchwetzten Hose und den löchrigen Chucks abends in den Bars trägt. Also nicht kleinlich sein!

Da aber während jeder Reise sich eh das eine oder andere Shirt dazugesellt, ist man gut beraten mit maximal 2 dieser Sorte aufzubrechen. Eines für vor der Wäsche, eines für nach der Wäsche. Was dann noch dazukommt ist Luxus und Erinnerungsgut. – Überhaupt sollte man bei den Reiseklamotten akribisch darauf achten, immer etwas für die Wäsche bereit zu halten und trotzdem in Folge noch etwas zum Anziehen parat zu haben. Es ist durchaus praktisch und in der Regel auch gerne gesehen. Auch ist man nicht schlecht beraten, wenn man bei der Wahl der T-Shirts daruf achtet, dass sie farblich zu den durchwetzten Fahrradhosen passen. Aber wir sind hier ja schließlich auch nicht bei Karl Lagerfeld. Also nehmt einfach mit, was euch beliebt.


10. Die anderen Schuhe – oder auch Flip-Flops

Keine Reise ohne Flip-Flops, das weiß ich zumindest seit meiner Weltreise anno 2006. Das, was ich zuvor absolut nicht abhaben konnte, weil ich immer dachte mein großer Zeh verstrickt sich in einem komplizierten Knoten mit dem, was dazwischen liegt, ist jetzt kaum noch wegzudenken. – Ankommen! Schuhe aus! Flip-Flops an! – Ist seitdem die Devise. – Sie nehmen wenig Platz weg, sind leicht und immer eine willkommene Abwechslung zum gewöhnlichen Schuhwerk.

Alles in allem bleibt nur zu sagen, dass sie leider regelmäßig ihren Geist aufgeben. Und das in überraschend kürzeren Abständen, als es die Chucks zu tun pflegen. – Abhilfe fand ich in der Schweiz, auf einem ökologischen Festival, dem sogenannten „Festival de la Terre“ in Lausanne. Dort ergatterte ich ein paar überteuerte Flip-Flops (in Bezug auf die Schweizer Preise allerdings immer noch recht günstig) aus echtem Natur-Kautschuk. Das Versprechen der Verkäuferin hat sich (man glaubt es kaum) bewahrheitet. – Selbst heute sind diese Schuhe weniger abgelatscht als z.B. meine neuen Chucks. Und das obwohl ich während eines halben Jahrs eigentlich nichts anderes an den Füßen hatte (wenn ich nicht gerade auf dem Fahrrad saß).


11. Ein Etwas

Um ehrlich zu sein, ich weiß auch nicht ganz genau, um was es sich hierbei handelt. Mit viel Glück ist es der Beutel für die Flip-Flops (durchaus praktisch wenn man sein restliches Gepäck vor dem Schmutz an den Sohlen bewahren möchte), mit etwas weniger Glück ist es irgendwas anderes.


12. Das Handtuch

Jeder kennt sie inzwischen: Jene Handtücher, die vor 10 Jahren nur für eine unglaubliche Menge von Geld zu haben waren und dabei allemal als Geschirrspültuch getaugt haben. – Diese Zeiten sind nun vorbei. Niemand muss mehr auf ein angenehm großes, flauschiges Handtuch* auf Reisen verzichten. Zwar ist es nicht ganz so fluffig, wie das letzte Hotelhandtuch, das man hatte mitgehen lassen. Allerdings nimmt es auch nur einen Bruchteil des Platzes und des Gewichts im Gepäck ein. Es ist groß genug um sich auch mal komplett am Strand draufzulegen. Zudem trocknet es auch noch schneller als so manches Haupthaar. Kurzum, ohne Handtuch sollte eh niemand verreisen (siehe auch: Adams, Douglas: The Hitchhikers Guide through the Galaxy. Part 1–5.) Wer möchte kann sich die eine oder andere Handtuch-Ecke auch noch mit wertvollen Nährstoffen tränken. – Für schwierige Zeiten.


13. Die Badehose

Je nachdem wie freizügig man unterwegs ist, darf man sie auch gerne zu Hause lassen. In den meisten Fällen empfiehlt es sich dann aber doch, eine im Gepäck zu haben.


14. Einlage-Sohlen

Sie sollte ich spätestens nach dieser Reise wohl mal wieder erneuern. (Reminder: Einlagesohlen erneuern.)


15. Socken

Sie sollen mitunter sinnvoll sein. Hab ich gehört.


16. Die Radler-Unterhose

Ob es nun zwangsläufig eine Unterhose sein muss oder nicht möchte ich eigentlich nicht näher erörtern. Im Sinne eines modischen Auftretens hoffe ich jedoch, dass dem so sei.

Sie ist unumstritten das wichtigste auf einer langen Radreise. Kein Mensch brauch ein T-Shirt oder eine Windjacke, weder noch ein Vlies, Socken oder Schuhe um eine Strecke von 5500 km runter zu radeln. – Abgesehen von den irritierten Blicken unterwegs würde man sich so zwar sicherlich auch ein paar Blasen und Frostbeulen einfangen, das ist aber alles nichts gegen einen aufgescheuerten Arsch! – Niemand will das! Ganz sicher nicht. – Und deswegen kauft euch solch eine komische, gepolsterte Unterhose*. Denn auch wenn sie sich anfangs wie eine Windel anfühlt, am Schluss möchtet ihr keinen Meter mehr ohne sie radeln.


17. Unterhosen

Tut mir einen Gefallen und nehmt im Sinne einer zweckmäßigen Wäsche nicht nur eine oder zwei mit. 3 bis 4 sind meiner Ansicht nach das Minimum.


18. Ein paar Säckchen

Sie sind wohl da (und durchaus praktisch noch dazu) um die ganzen Klamotten, die über ihnen hängen, in kleine übersichtliche Portionen zu verpacken – die kleinen Säckchen*.


19. Eine nicht ganz so deutsche Bauchgürtel-Tasche

Sowas findet man auf einem Festival. Und eigentlich sollte es dort auch bleiben.


Ausblick:

Was ich nicht dabei hatte, aber unter Umständen durchaus praktisch ist: einen sogenannten Waschsack*. Hier gibt es speziell für dieses Unterfangen angefertigte, in modischen Farben leuchtende Outdoor-Produkte, dies sich ihr schickes Äußeres allerdings auch bezahlen lassen. An sich tut es jeder noch so einfache, luftdichte Packsack*. (Der Link führt zu der 1,5l Variante. Da bekommt man natürlich maximal die Unterwäsche rein. Je nach Bedarf gibt es diesen Packsack natürlich auch mit mehr Volumen.)

Das Ganze funktioniert ungefähr ähnlich wie in einer Waschmaschine: Sack auf, Wäsche rein, Wasser rein, Waschmittel rein, Sack zu, Schütteln, Kneten, Warten, Schütteln, Kneten, Sack auf, Wäsche raus, Wäsche sauber, Wasser dreckig. – Ganz einfach ist das.

Ein Riesen Vorteil, wie ich finde, ist zum einen, dass man nun zum Wäsche waschen nicht mehr auf Waschbecken oder Schüsseln angewiesen ist. Zum anderen verbraucht man während der Wäsche auch überdurchschnittlich weniger Wasser als sonst, d.h. selbst gegen eine kurze Wäsche im Outback spricht nun eigentlich nichts mehr.

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