Camino del Norte: Baskenland

Herbergs- und Campingführer für den Jakobsweg

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Irún bis Pobeña in 8 Etappen

Der erste Teil des Camino del Norte führt durch die wunderschöne Hügellandschaft entlang der baskischen Küste. Das etwas anspruchsvollere Höhenprofil entlohnt einen schnell mit sagenhaften Ausblicken über das grüne Hinterland oder auf die schroff-wilde Atlantikküste.

Legende:

Herberge mit Campingmöglichkeit

Herberge ohne Campingmöglichkeit

Campingplatz

Camino del Norte: Baskenland

Etappe 1: Irún – Errenteria

Diese erste Etappe liese sich bei entsprechender Fitness auch gut und gerne mit der zweiten (bis nach Donostia / San Sebastián) zusammenlegen. Da man sich jedoch am Anfang des Weges oft erst mal einlaufen muss und sich der erste Campingplatz in San Sebastián etwas außerhalb befindet, könnte man sich hierfür auch gut und gerne zwei Tage Zeit lassen.
Nachteil: Der Campingplatz „Oliden“ in Errenteria befindet sich leider neben einem Industriegebiet.

Strecke: 16 km
Zeit: ca. 4h50
Bergauf: 550 m
Bergab: 280 m

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Etappe 2: Errenteria – Donostia / San Sebastián

Kurz hinter San Sebastián erreicht man auf einen Berg, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht über den Atlantik hat. Im Idealfall lässt man sich Abends bei einer kühlen Cerveza irgendwo an dessen Hang nieder und genießt den Sonnenuntergang.
Zu Empfehlen wäre in diesem Sinne der Campingplatz „Igueldo“, der sich mehr oder weniger auf dem Grat des Berges befindet.

Strecke: 14,2 km
Zeit: ca. 4h10
Bergauf: 270 m
Bergab: 540 m

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Etappe 3: Donostia / San Sebastián – Zarautz

Eine ausgiebige grüne Hügellandschaft scheint mehr oder weniger bezeichnend für das ganze Baskenland zu sein, so auch für die Strecke zwischen San Sebastiàn und Zarautz. Nicht selten kommen einem da Erinnerungen ans Allgäu oder ähnlichen Landschaftszügen in den Sinn. Jene, die man bisher nur aus der Heimat kennt und bisher garantiert in keinster Weise mit Spanien in Verbindung gebracht hätte.
Der Blick auf Zarautz erschießt sich einem spätestens auf dem Talaimendi, wo auch der örtliche Campingplatz ansässig ist.
Zarautz ist eine nette, kleine Surfermetropole und jedem der jemals daran gedacht hat, sich diesem Sport zu widmen, kann ich, sofern während dem Pilgern dafür Zeit bleibt, nur empfehlen, hier einen kleinen Stopp einzulegen, um sich beispielsweise von der Surfschule „Axi Munian“ in die Künste des Wellenreitens einweihen zu lassen.

Strecke: 21,4 km
Zeit: ca. 6h15
Bergauf: 520 m
Bergab: 540 m

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Etappe 4: Zarautz – Deba (Mutriku)

Jene Landschaft, die man auch schon von der bisherigen Strecke her kennt, zieht sich nun auch noch bis nach Deba. Nicht das dies in irgendeinerweise schlecht wäre. Unter Umständen kommt man auch bereits auf den Geschmack des eher wechselhaften Wetters in Nordspanien. Zwischen Schafböcken und Weidezäunen wird einem hier zu mancher Jahreszeit die Wanderlaune weder durch Sonne noch Wind vertrieben. Viel mehr bleibt sie einem bei der einen oder anderen Rast unter einem Baum frisch erhalten. Dann, wenn man der Situation eigentlich nicht viel mehr abgewinnen kann, als seine Wasserreserven aufzufüllen.
(Okay Leute, mit solch einem Wetter solltet ihr eigentlich gerechnet haben.)

Strecke: 26,4 km
Zeit: ca. 8h
Bergauf: 890 m
Bergab: 690 m

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Etappe 5: Deba (Mutriku) – Monasterio de Zenarruza

Von nun an geht es in den Wald. – Wer sich bisher an Viehweiden im Allgäu errinert fühlte, der darf sich jetzt eines kleinen Abstechers in den Schwarzwald erfreuen. Bist zum Kloster Zenarruza geht es stramm den Berg hinauf. Dort angekommen darf man nun endlich schwerer Beine in sich kehren. Nach all den Strapazen gilt es natürlich nicht zu vergessen, sich im örtlichen Kirchendevotionaliengeschäft einen hübschen Wegstempel für den Pilgerausweis zu besorgen.

Strecke: 27 km
Zeit: ca. 8h
Bergauf: 850 m
Bergab: 770 m

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Etappe 6: Monasterio de Zenarruza – Gernika-Lumo

Die Stadt Gernika steht leider für die mitunter traurigeste Überkreuzung deutsch-spanischer Geschichte. Sie wurde während des spanischen Bürgekriegs 1937 von einem deutschen Fliegerchor zu etwa 80% in Trümmer gelegt. Kein guter Moment also, um sich während des Brötchen-Kaufens beim Bäcker als Deutscher zu outen, so könnte man meinen. Ich verzichtete jedenfalls darauf. Jedoch bin ich mir mir sicher, dass man selbst in Gernika inzwischen die Vergangenheit ruhen lässt und dort selbst ein deutscher Pilger zu seiner verdienten Bettruhe findet.

Strecke: 18,1 km
Zeit: ca. 5h15
Bergauf: 370 m
Bergab: 640 m

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Etappe 7: Gernika-Lumo – Bilbao

Es ist kaum zu ignorieren: Je weiter man sich gen Bilbao mit seinem übergroßen Städtekonglomerat begibt, desto weniger verzaubern einen die baskischen Landschaftszüge und die Erinnerungen an die mitteleuropäischen Naturschutzparks weichen jenen an den Ruhrpott. Industriezentren rechter Hand, (etwas später) eine Seilbahn über den Fluss linker Hand… was es hier nicht alles gibt. – Nicht desto trotz ist Bilbao (vor allem seine Innenstadt) absolut sehenswert. Und wer nach dieser langen Etappe noch ein paar Kohlenhydrate für Kultur übrig hat, der sollte sich das Guggenheim Museum unter keinen Umständen entgehen lassen. Der Rest trifft sich auf ein Bier in der Altstadt.

Strecke: 34,6 km
Zeit: ca. 10h
Bergauf: 870 m
Bergab: 870 m

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Etappe 8: Bilbao – Pobeña

Irgendwann hat man es geschafft und sich erfolgreich bis zur Gondel der Puente Colgante in Portugalete durchgewurschtelt. Ich für meinen Teil hätte eine einfache Brücke zwar bevorzugt, aber so eine Fluss-Seilbahn ist auch mal ein Erlebnis. Sieht man von den paar Ölraffinerien kurz vor La Arena ab, wird nun auch endlich der Naturliebhaber wieder auf seine Kosten kommen. Die Fahrrad- und Wanderwege hinter Portugalete sind wahrlich gut ausgebaut. So gut, dass man sich als Wanderer schon fast wieder vor allzu schnellen Radfahrern in Acht nehmen sollte.
Kurz vor Pobeña quert man noch den Strand von La Arena (eine wörtliche Übersetzung erspare ich mir an dieser Stelle) und kann somit erfolgreich die erste Strandetappe des Camino del Norte auf seiner LIste abhaken.

Strecke: 25,6 km
Zeit: ca. 6h45
Bergauf: 220 m
Bergab: 230 m

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