Elektrozeug

Was gehört ins Gepäck? – Der Packlisten-Guide für die Fahrradreise

Ich spare es mir nun im Folgenden immer auch noch eine Zeile über die Farbe des Beutels zu verlieren, in dem ich diesen ganzen Kram hier aufhebe. Man sieht ganz klar, dass er blau ist. Also warum noch groß darüber schreiben?

Wie immer gilt auch hier:

Rot = Das kannst du getrost zu Hause lassen.
Gelb = Nimm es nur mit, wenn du dir sicher bist, dass du es wirklich brauchst.
Grün = Wenn du das nicht einpackst, bist du selbst schuld.


1. Ein Beutel

…und über die Farbe möchte ich nun wirklich keine Worte mehr verlieren. Wobei… wenn ich mir es recht überlege… Eigentlich sorgt er für einen ganz hübschen Komplementär-Kontrast im Bild.


2. Klinke-Kabel

Hab ich so gut wie nie gebraucht. Irgendwo jedoch verloren. Und mir dann doch wieder ein neues gekauft. Versteh’s einer…


3. USB-Ladegerät mit Kabel

Hab ich nicht an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass sich diese Dinger überall im Gepäck tummeln? Das wäre somit bewiesen. Um um ehrlich zu sein, kann man nie genug davon dabei haben. So gibt denn auf einer Reise mindestens eines davon den Geist auf und sollte man wirklich mal ungehinderten Zugang zu Elektrizität haben, ist man froh, alle seine tiefentladenen Geräte innerhalb von einer Nacht wieder gleichzeitig mit dem so spärlichen Energiegut aufladen zu können.


4. Zwei USB-Kabel ohne Ladegerät

Nun, ich bin mir sicher, immerhin eines davon hatte gewiss seine Berechtigung. Welches das war, ist mir allerdings entgangen.


5. Ladegerät für Kamera

Wichtig. Ganz klar. – Ich spreche aus Erfahrung… hatte ich doch schon mal das falsche eingepackt.


6. Ladegerät für Rasierapparat

Auf einer längeren Reise, vorausgesetzt man entscheidet sich für einen Rasierapparat, ist auch das wichtig.


7. Ersatzbatterien

Zum Beispiel für die Kopflampe. Ganz klar. Wichtig.


8. Ersatzbatterie für die Ersatzbatterien

Zweifelhaft.


9. Designorientierte (ja, dieses Wort gibt es wirklich) Powerbank mit tollen Leuchtdioden und integrierter Taschenlampenfunktion

Tolles Gimmick an sich, aber auf diesem Bild hauptsächlich für den guten Komplementär-Kontrast verantwortlich. Als Zweitakkupack ganz gut zu gebrauchen. Sonst aber auch nicht. Später mehr dazu.


10. Kapazitätsorientierte Powerbank mit Solarzelle

Zugegeben, ohne diesen Akkupack hätte ich meine Fahrradreise wohl ohne die Annehmlichkeiten moderner Navigation bestreiten müssen. Einmal voll aufgeladen, versorgte er mein Smartphone gut und gerne 3 Tage (vielleicht auch länger) mit Strom. Laut Hersteller solle er 5-6 Aufladezyklen ohne Probleme hinbekommen. Und ich denke das hat er auch. 3 Dinge, die ich allerdings bemängeln muss, die ob des günstigen Preises aber nur von geringer Tragweite sind:

1. Die Solarfunktion ist komplett für’n Arsch. Legt man das Ding für etwa eine halbe Stunde in die Sonne, würde die dadurch gewonnene Energie noch nicht einmal für einen elektrischen Pups reichen. Ein bisschen was bringt es dennoch, fährt man damit den ganzen Tag durch die Sonne. Also sei es mal nicht völlig verschrien.

2. Wenn die Powerbank mal tiefentladen ist, benötigt er eine ausgedehnte Nacht, um sich an einem 230V Netz wieder komplett aufzuladen. Die Betonung liegt auf „ausgedehnt“. Eine kurze Nacht reicht dafür nicht.

3. Nach einem halben Jahr Intensiv-Einsatz auf Reisen und anschließender Ruhepause von etwa der gleichen Zeitspanne scheint mir der anfängliche Energieprotz zur Bohnenstange verkümmert zu sein. Für ein/zwei Handyladungen reicht es trotzdem noch.

Nachtrag: Die oben beschreibene Powerbank gibt es nicht mehr. Wer weiß, vielleicht aus den bereits erwähnten Gründen. Aber, und das ist die gute Nachricht, es gibt eine viel bessere Powerbank* zu einem ähnlichen Preis. Und siehe da! Anscheinend funktioniert inzwischen sogar die Sache mit der Sonnenenergie ganz gut, dank ausklappbarer Solarpanele.


11. Bluetooth Lautsprecher

Diese kleine Bluetooth Box hat es in sich. Und das Hoch 3! Abgesehen von dem günstigen Preis, einer wirklich ordentlich langen Betriebszeit (Sagen wir mal zwei bis drei Tagestouren mit dem Fahrrad sind locker drin.) und einem satten Sound kann man mit ihr auf 3 unterschiedliche Weisen Musik abspielen. Entweder, wie der Name schon sagt, per Bluetooth-Übertragung, per Line-in Kabel oder per eingebautem Mini-SD-Karten-Slot. Und dieser ist wirklich Goldwert auf einer Reise! Keine extra Geräte! Einfach Box anschalten, Play drücken und schon läuft die Musik! Natürlich hat man kein Display und es gibt auch keine Shuffle-Funktion. Aber bis man die Musik auf einer 32 GB Karte durchgehört hat, kann es, wie ich feststellte, schon mal ein paar 1000 km dauern und deswegen wird die Zufallswiedergabe an dieser Stelle sicherlich überbewertet. Ein kleiner Nachteil sind aber kurze, ab und zu auftretende Unterbrechungen der Musikwiedergabe ausschließlich während einer Bluetooth-Verbindung. Aber selbst daran hab ich mich inzwischen irgendwie gewöhnt.

Wer sich jetzt fragt, warum eine Bluetooth-Box auf einer Fahrradreise so wichtig ist. – Nun ja, es gibt doch nichts, was einen besser antreibt als ein guter Beat!

Nachtrag: Ich hab’s schon fast geahnt, auch diesen kleinen Lautsprecher gibt es nicht mehr. Ich hab wirklich lange danach gesucht. Gut, ich muss zugeben, er hatte seine Schwachstellen. Trotzdem hat er mir gut gefallen. – Wie dem auch sei. Unsere Marktwirtschaft wäre nicht unsere Marktwirtschaft wenn sie nicht sofort für adäquaten Ersatz sorgen würde. In diesem Sinne hab ich einen recht brauchbaren Lautsprecher von EasyAcc* für euch ausfindig machen können. Dieser vereint ebenfalls die Vorteile des oben bereits erwähnten. Warum man diesem allerdings nicht noch gleich eine Powerbankfunktion mit auf den Weg gegeben hat… Nun ja, sonst würden sich wohl die Akkus jener Marke wohl nicht mehr verkaufen. So läuft das eben.

 

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