Kommt Zeit kommt Fisch

20. März 2014

Kassinda ließ sich was den Fisch angeht nicht Lumpen und erklärte unseren kleinen Ausflug zu den Marigots kurzerhand zu einem Wettbewerb um. Nach seiner Definition würden nun Domme und ich, als Vertreter Deutschlands, Solomon als Vertreter Gambias und er, als Vertreter des Senegals um die Wette fischen. Dass das Germany-Team quasi die doppelte Chance hatte, etwas zu fangen, störte ihn nicht weiter. – Er tat es vielmehr unter dem Gesichtspunkt „Nivellierung des Handicaps“ ab. Aber eigentlich wollte er uns damit nur mitteilen, dass wir in seinen Augen eh nicht den Hauch einer Chance haben. Woher auch? Bei uns würde der Fisch schließlich aus dem Supermarkt kommen.

Beim Fischen schummeln

Das Ergebnis unserer kleinen Fischer-Olympiade: Solomon qualifizierte sich eindeutig das Schlusslicht der Truppe, mit Null gefangenen Fischen. Dicht gefolgt von der Germany-Fraktion, die zumindest mit einer Krabbe aufwarten konnte. Kassinda fischte sich natürlich, wer hätte es anders erwartet, an die Spitze. – Allerdings mit unlauteren Methoden: Er benutzte eine ausgefeilte Wurfnetz-Technik, währen er allen anderen nur ein paar Stöcke mit Angelschnur als Gerät bereitstellte. Trotz allem, wir waren sehr froh, dass er sich an die Spitze gefischt hatte. Schließlich kehrten wir mit leeren Mägen von unserem kleinen Abenteuer zurück und konnten unsere Freude auf den abendlichen Fischgenuß nur schwer verbergen.

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Die Schlammpackung, die ich mir später an diesem Tag zulegte, hatte übrigens nichts mit irgendwelchen Tarnstrategien zu tun. Sie sollte mich schlicht und ergreifend vor der straken Nachmittagssonne schützen. – Denn Ich Held hatte Sonnencreme und T-Shirt natürlich zu Hause gelassen.

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