Zettelwirtschaft

12. Juni 2016

Irgendwie erinnerte mich Max’s Wohnung entfernt an die öffentlichen WC’s auf dem Afrika Festival in Würzburg. Dort waren auch überall und zu jeder Gelegenheit Sticker angebracht, die einem unterschwellig seinen Fremdsprachwortschatz aufbereiten sollten. So kann man sich nach einem Besuch auf den stillen Festival-Örtchen mit Freude auf die Stirn schreiben, dass selbst die Klotür im Englischen schlicht „Door“ genannt wird. Welch eine Erkenntnis! Doch etwas einseitig, jedoch schon mal ein guter Anfang. (An dieser Stelle nun die Frage, was ich mir wirklich auf die Stirn schreiben müsste, wenn ich sie für jeden sichtbar ins Englische übersetzen wollte?) Wie dem auch sei, was es den Afrika Festival-Toiletten an Vielseitigkeit mangelte, dem brachte Max seine vielen kleinen Post-Its entgegen, auf denen er an den unmöglichsten Orten entsprechende Übersetzungen ins Englische und Spanische vermerkte. Scheint wohl eine anerkannte Lernmethode zu sein. Schließlich durfte ich Ähnliches auch schonmal bei Manu und Josie zu Hause beobachten, bevor sie ihren Trip nach Spanien unternahmen.

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Klo
An geeigneter Stelle klärt einen Max’s Wohnung dann auch ohne große Umschweife darüber auf, wie man den frisch gewonnenen Platz in der Blase nun in nahezu jeglicher Sprache der Welt wieder zu füllen vermag.

 

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