Surfers-Day

2. Juli 2016

Am Samstag ging es mit Jérome, seiner Freundin Blandine, Rapahel, Stephane und Hugo nach Spanien, um dort die Wellen um Pals (Palamos) etwas unsicher zu machen. Fast nicht möglich, waren doch nur wenige davon vorhanden. Aber der Wille zählt und die Jungs haben abermals bewiesen, dass man selbst im Mittelmeer einen Haufen Spaß am Surfen haben kann.

Spanien wirkt im Gegensatz zur Schweiz und Frankreich wie ein Steuerparadies, nur das es nicht die Steuern sind an denen man spart, sondern eben alles andere.

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Jérome sehnte sich die Ankunft am Strand sichtbar bildlich herbei, was sich vor allem in seinem Fahrstil bemerkbar machte. Dieser stand allerdings nicht ganz in Einklang zur Beladung seines Lieferwagens und so machte sich unser Campingequipment während der Fahrt eine Freude daraus, sich im ganzen Bus zu verteilen. Eigentlich hätte er das ja ahnen können. Aber egal.

Surfen in Pals
Nachdem die Sonne untergegangen war, ihre restliche Strahlen mich trotz aller Mühe nicht ins Wasser bewegen konnten, was ich mit der fotografischen Dokumentation von alldem rechtfertigte, verkrochen wir uns mit unseren Bussen in ein kleines Pinienwäldchen, wo zum Apero geladen wurde. Stephane klappte seine Kofferraumküche aus und fing an, ganz nach Manier eines Restaurantbesitzers, eine Art Ratatouille zuzubereiten. Währenddessen hatten Jérome und vor allem alle anderen, eine höllische Freude daran, das Aufblasverhalten einer Luftmatraze mittels einer Fahrradpumpe zu erforschen. Wie man sich vorstellen kann, passiert die erste halbe Stunde erstmal gar nichts. Ein paar Mannwechsel und etliche Kraftsportübungen, die nicht wirklich viel Sinn ergaben später, blieb dann nur noch zu hoffen, dass Blandine, die unsere Anstrengungen während der Nacht dann auch zu schätzen weiß. Zumindest war sie sichtlich begeistert über die Pannacotta, die ihr von Stephane etwas später serviert wurde.

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Man verabschiedete sich recht früh zu Bett um am nächsten Morgen rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen, die über die Meeresoberfläche krochen, wieder im Wasser zu sein. Doch zuvor lernte ich noch ein paar neue französische Vokabeln kennen, bzw. vor allem, diese auseinanderzuhalten: So benutzt man, um das Verhalten eines überzuckerten Zitronenkuchens im Mund zu beschreiben, wenn man versucht, die strenge Süße durch den Verzehr von Erdbeeren etwas herabzusetzen, das Verb „inténuer“, im Gegensatz zu „diminuer“ oder der anderen Vokabel, die ich wieder vergessen hab. Um den kompletten sprachlichen Zusammenhang zu begreifen, bediente ich mich einer nicht weniger absonderlichen Metapher, die kurz vor dem zu Bett gehen, noch ein paar herzensfrohe Lacher aus Blandine herauskitzelte. Sie befand sich schon seit einer Weile im Zelt und das Zelt im Lieferwagen. Doch das ist eine andere Geschichte.

Ich verkroch mich irgendwann mit meiner Luma in den Fahrgastraum, wo ich kurz vor Sonnenaufgang, leicht missmutig auch wieder herauskroch.

Sonnenaufgang in PalsSurfen in Pals
Surfen in Pals
Der Sonnenaufgang am Strand war wunderschön. – Aber mal ganz ehrlich. Kann man denn nicht auch zu normalen Uhrzeiten surfen gehen? So früh morgens, klappte ich nach getaner Fotosession erst mal wieder am Strand zusammen und lies mir die Sonne durch die Wolken auf die Nase scheinen. Das ganze zelebrierte ich etwa bis 10 Uhr, als mich Jerome mit den Worten „Hey, Tobi…“ dem Traumland entführte. – Ich war im Halbschalf schon drauf und dran, mich in meine Wetsuite zu zwängen und auch in die Wellen zu stürzen. Doch seinen Satz vollendete er vielmehr so: „…lève toi! On va aller boir un café (soweit mal nicht schlecht) et après on va se promener un peu au village ou voir des criques ou un truc comme ca (machin…).“ (???) Und was wird aus dem Surfen?! – Tja, das hatte ich jetzt wohl verpennt. – Ein bisschen hatte ich mir das ja auch durchaus selbst zuzuschreiben, aber wer hat um 6 Uhr morgens denn schon Spaß dran, sich seine Zeit mit etwas zu vertreiben, wozu er nicht wirklich in der Lage ist. Mal ganz ehrlich: Neue Sportarten lerne ich nicht vor 9 Uhr. Aber ich komm auch noch zu meinem Ride. Ganz sicher.

1 comment

  1. Comment by GrussVonHawaii

    GrussVonHawaii Reply 18. Juli 2016 at 12:10

    Hahaha, neue Sportarten lerne ich nicht vor 9, du bist der Derbste :D:D:D:D

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