Ab in die Berge

13. Juli 2013

Irgendwann mussten sie ja kommen, die Berge. Das lässt sich auf einer Strecke durch die Schweiz ja quasi auch nicht vermeiden, gell?

Ai, das war ein Tag. Nach der Flasche Rose gestern Abend hab ich erst mal ein bisschen gebraucht, bis ich heut morgen in die Schwünge gekommen bin. Zwar wach ich immer relativ früh auf. Um 12 bin ich ja auch meist im Bett (ganz brav bzw. am Arsch). Aber heut morgen hats geregnet und ich hab geträumt. Und sowieso ist mir das meist egal. Ich steh auf wann ich mag. Und wenns regnet bleib ich erst recht liegen. Und wenn und sowieso und überhaupt. – War dann 10 als ich aufgestanden bin. Aber der Tag heute wollte wirklich nich so richtig in die Schwünge kommen. Lag es an dem Rose gestern Abend? Lag es an dem vermeintlichen Jünger de Santiago de Compostela, der sich eigentlich viel mehr kreuz und quer durch Frankreich bewegte, als entlang des Jakobspfads. Egal. Wir werden uns alle auf dem Garance Reggae Festival wiedersehen.
Für das Gemüt jener, die auch gern was zu den Fotos lesen: Das da war mein erster richtiger Berg. Voralpen. Oder so was zwischen Jura und Alpen – auf jeden Fall nicht zu vermeiden. Offensichtlich 800 Meter oooograd hoch und ganz schön happig. Ja ja, die Berge. Hab ich schon erwähnt, dass einem jeder Berg in ganz besonderer Erinnerung bleibt, wohingegen jedes Tal in Vergessenheit verschwindet. – Ja ja, die Berge…

201307131421Hhhhmmm….un momento. Das ist gar nicht so weinfach. Was? Jaaaaaa…Du blöde Tastatur weisst mal wieder mehr, als ich über mich preisgeben will. Der Berganstieg war auf jeden Fall happig. Eine schöne Kapelle unterwegs ebenso wichtig wie ein guter Energieriegel. Und ich habe… und ich habe mit etwas über 10 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit den Berg gemeistert.

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201307131503…inzwischen hab ich mich etwas ausgeschlafen. Irgendwie wars gestern zu dunkel und ich hab die Tasten auf der Tastatur nicht mehr richtig getroffen, dann hab ich es doch vorgezogen, schlafen zu gehen und heute weiterzuschreiben. Und siehe da: Es funktioniert schon viel besser! – Nun denn, oben auf dem Berg angekommen „j’étais éclaté“ und hab die erstbeste Bank kurzerhand zur Powernappingcouch umerklärt. Natürlich war ich noch nicht ganz oben am Berg. Is klar ne? – Es geht ja immer noch ein bisschen weiter hoch. Aber für den Moment war ich oben, zumindest in Gedanken.

201307131520…es ging dann noch eine Weile gemächlich weiter bergauf. Bis mich ein Schild unverkennbar darüber informierte die Spitze dieses gemeinen Hügels endlich erreicht zu haben. Zum reinen Zeitvertreib pfelgt mein Navi übrigens mich mehr oder weniger öfters ein bisschen zu verarschen indem es mich schlicht mit falschen Informationen versorgt. So wurde mir die ganze Zeit während des Anstiegs verklickert, sollte ich es schaffen diesen Berg zu bezwingen könne ich mir Stolz 800m auf die Stirn schreiben und mit einem fetten Grinsen auf den Backen die Weiterfahrt antreten. Nix wars, schlappe 734m – fast schon peinlich. Dennoch: Das Grinsen während der Abfahrt konnte mir niemand nehmen und so fuhr ich weiter Richtung Tagesziel: Bienne. – Das lag natürlich mindestens 10 km weiter weg, als es die ursprüngliche Routenplanung zugeben wollte. So à la: Wenn du am Anfang der Strecke noch nicht weisst, dass alles 10km weiter weg ist, als du denkst, interessierts dich am Schluss auch nicht mehr. – Diesen Spruch sollte ich mir vielleicht auf die Stirn schreiben.

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201307131539Mit dieser Aussicht wurde ich während der Abfahrt belohnt: Kühe vor idyllischer Alpenszenerie. Ein Postkartenmotiv.

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