Abreisevorbereitungen

22. August 2013

Wer mit dem Fahrrad von A nach B fährt und dann schnell wieder zu A zurück will, schnorrt sich am besten einen großen Karton im Fahrradladen.

Zu guter letzt zerlegte sich Alfred nach allzu langer Rast am Mandelbaum doch noch in seine Einzelteile. Aber keine Angst – all das nur, um zu Hause wieder zu einem ganzen Stück zusammen zu finden. Es geht ihm gut und er verbringt den Winter gerade im Flur als Garderobenersatz. Ab und zu pufft er mich aber ein bisschen von der Seite an, wenn ich auf dem Weg in die Küche sein Vorderrad überseh. Sei ihm gegönnt, schließlich wartet er schon seit Monaten auf seinen Wandhalter.

Momar Gaye & Zaman
Zurück zum Text: Dieses Konzert hier gab mir einige Rätsel auf. Als prinzipiell erstes Rätsel (über das ich mich aber aus mir bekannten Gründen nicht weiter wunderte) möchte ich gerne die Frage nach dem „WARUM“ stellen. WARUM hat es kein anderer außer mir vom Campingplatz zu diesem Konzert geschafft – und das obwohl ich bereits seit Tagen auf seine Sehenswürdigkeit hinwies? Lag es an der Uhrzeit (8 Uhr)? An dem Gin? An der Motivation? An meiner Glaubwürdigkeit? – Nun, wie gesagt, mir sind die Gründe bekannt und es lag wohl an allem und allem voran die Uhrzeit. Die nächste Frage, die mich an diesem Abend beschäftigte, war die Frage nach dem „WAS“. WAS ist das für eine Flagge? (Ja ja, diese Mädels machten hier sicherlich so ähnliche Erfahrungen, wie wir mit unserer Dominica-Flagge) Wie ich nun, dank Google, herausgefunden hab, ist es die Flagge von Sardinien. Die nächste Frage war dann aber automatisch auch die Frage nach dem „WIE“. WIE steht die Flagge in Verbindung zur Band „Momar Gaye & Zaman“? Gegenfrage: Muss sie das überhaupt? – Wie dem auch sei, die Band kommt aus Italien und dem Senegal. Damit erübrigt sich die Antwort eigentlich. Danach fragte ich mich irgendwann auch mal nach dem „WO“. WO krieg ich das nächste leckere Getränk her und WAS trink ich überhaupt? Bis hin zu dem „WO zum Teufel treiben sich eigentlich den ganzen Abend meine Leute rum und WARUM haben sie unsere Flagge nicht mitgenommen?“ – Einfache Antwort: Egal.
Bis heute wurde jedoch weder von mir, noch von jemandem anderen endgültig die Frage nach dem „WESHALB“ geklärt: WESHALB schauen die Köpfe auf der sardinischen Flagge manchmal nach rechts, manchmal nach links, manchmal mit Stirn- und manchmal mit Augenbinde und das in absolut jeglicher Variation???

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Momar Gaye & Zaman
Zu viele Wort, wenig Sinn: deshalb jetzt ein zwei Youtube-Links, damit die werte Gesellschaft auch mal weiss, was sie an diesem Abend verpasst hat:
Link 1
Link 2

Alfred verpackt
Wie bekommt man einen etwas großen und um die 30 Kilo schweren Karton, indem es sich Alfred inzwischen mit allerlei Gerümpel bequem gemacht hat, zum Postbüro in die Stadt? Okay, andere Frage: Wie bekommt man ihn wieder zurück zum Campingplatz, da das Postbüro die Annahme jeglicher Kartongrößen über 1m Kantenmaß strikt verweigert? Hmm… Okay, nochmal andere Frage: Wie bekommt man den selben Karton zum Shuttlebus, von dort zum Flughafen, von Terminal 1 zu Terminal 2 (oder andersrum) und in Frankfurt in einen übervollen, halbleeren ICE (was sich hier augenscheinlich widerspricht, ist durchaus möglich)? Hmmmm…. mal überlegen….

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Pfandbecher wären eine Alternative
Einerseits ist es lästig, andererseits auch praktisch aber auf jeden Fall verliert sich jeder ökologischer Gedanke des Rototoms spätestens in dem Plastikbecherkrieg, der sich nach dem letzten Konzert allabendlich vor der großen Bühne wiederholt. Was die französischen und deutschen Festivals inzwischen mit Bravour vormachen, kann sich so manches spanisches Festival noch abschauen. Wer allerdings kreativ ist, spielt Fußball, baut Becherhäuser oder tobt sich typografisch in Schriftgröße 8500 Punkt aus – So lange bis die Becherputzmaschine kommt.

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